Montag, 28. September 2009

Startreihenfolge LSM II

Ich arbeite immer noch daran, aussagekräftige Kennzahlen für die Klumpenqualiät eines organisatorischen Rahmens (OF) zu finden. Hier der Stand der Dinge.



Kat.TeilnehmerStartintervallGegnerkontakteKlebwertDauer

2008200920082009200820092008200920082009
HAL40 46 3 3 1.381.7882.0591.36.38 5.76
Tabelle 1. Die Kategorie HAL an den Schweizer Meisterschaften über die Langdistanz 2008 und 2009

Erklärungen
Wie schon erwähnt unterscheiden sich die OF der beiden Meisterschaften in erster Linie durch einen unterschiedlichen Algoritmus der Erstellung der Startreihenfolge (zufällig vs. geordnet). Die Tabelle zeigt:
1. Die Unterschiede in der Anzahl Gegnerkontakte. Dabei wird jeder Konkurrent nur einmal gezählt. Es sind die Kategoriendurchschnitte in Anzahl Gegner dagestellt.

2. Die Häufigkeit in welcher aus einem Gegnerkontakt eine Kooperation über die Länge von mindestens zwei Posten wird (Klebe, siehe Definition LegPack). Dargestellt ist der Kategoriendurchschnitt in % Legpack/Controlpack.

3. Die Dauer eines LP-Gegnerkontaktes. Dargestellt ist der Kategoriendurchschnitt in Minuten.


Diskussion
An der LSM 09 gab es in der Kategorie HAL eher mehr Gegnerkontakte, die dann auch häufiger über mehrere Posten anhielten. Die durchschnittliche Dauer eines Gegnerkontaktes war etwas kürzer.

Die hier ablesbare Tendenz ist nicht bei allen Kategorien der LSM, die sich nur durch die Startreihenfolge unterscheiden ablesbar. Ein möglicher Faktor könnte sein, dass die umgekehrte Starreihenfolge aufgrund der aktuellen Punkteliste die aktuellen Leistungsverhältnisse nur ungenau wiedergibt. Zum Zeitpunkt des Rennens sind all jene Läufer, die mind. acht Resultate vorweisen und insb. alle acht nationalen Wettkämpfe absolviert haben tendentiell überbewertet.

Was dagegen klar zum Ausdruck kommt ist der Einfluss des Startintervalles auf die vorgeschlagenen Kennwerte.







IntervallGegnerkontakteKlebwertDauer pro Kontakt
22.98 91.56 4.09
31.66 79.19 3.74
41.24 64.21 2.77
50.96 61.72 3.59
61.13 56.48 2.67
Tabelle 1. Gegnerkontakte, Klebwert und Kontaktdauer LSM 2009 in Abhängigkeit des Startintervalls (Durchschnitte der Kategoriendurchschnitte)

Die Zahl der Gegnerkontakte nimmt stark ab. Gleichzeitig der Klebwert. Dass heisst, ab mit zunehmendem Startintervall sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Läufer, der eingeholt wurde, auf dem Niveau des Einholenden mithalten kann.

Anregungen, Kritik? You are welcome!

[wird fortgesetzt.]

Mittwoch, 23. September 2009

WOC Relay III - Martin Johansson 1 month after the competition

...
I must say once more that I’m deeply thankful for their actions in the forest. But I’m also deeply sad for the weak action from the responsible in IOF who didn’t have the guts to cancel the results in the race. I think that it would have been a necesarily action and a strong statement. The only fair thing to do in my eyes after the according circumstances.
...

Martin Johansson Website

Dienstag, 22. September 2009

Wettkampfanalysen

Ich bin dabei PackFigures von der individuellen Ebene (wer mit wem?) auf die Ebene des Wettkampfes anzuheben. Damit sollte es möglich werden, organisatorische Massnahmen sachlich zu beurteilen. Konkret bin ich dabei die Schweizer Meisterschaften über die Langdistanz von 2008 und 2009 zu vergleichen. Beide Meisterschaften fanden in durchaus vergleichbarem Gelände statt, mit einer vergleichbaren Teilnehmerqualität in den Kategorien und in 27 von 41 Kategorien mit denselben Startintervallen. Hingegen wurde 2009 die Startreihenfolge der Läufer nicht mehr ausgelost, sondern von der akutellen Punkteliste abgeleitet. Ich bin nun gespannt darauf, inwiefern sich die Kennzahlen der zwei Wettkämpfe unterscheiden, wenn überhaupt.
Fürs erst mal die Auswertung von der Lang SM 2008 (Fig.1/Erklärung unten).

Class%CPInfluencers% of Packrunning
min.av.max.min.av.max.
H10:7.8200.8208.0250.62
H12:9.8501.33408.3449.94
H14:13.2201.756011.3271.46
H16:10.6101.7840951.64
H18:12.1601.78508.5154.26
H20:3.6300.7203.2626.13
HE:14.3101.965014.9652.55
HAL:11.1601.384010.3143.93
HAM:9.0201.35505.4241.82
HAK:1502.77706.4639.41
HB:11.9702.07607.2528.95
H35:6.1701.25302.3116.69
H40:18.0502.959011.8981.2
H45:12.6202.42503.4620.26
H50:14.3802.33507.1335.5
H55:15.6802.245010.8940.53
H60:18.3702.836012.7275.97
H65:24.813.128017.2272.58
H70:4.7500.81202.8514.5
H75:1000.94308.3540.26
H80:12.1201.083011.8472.62
D10:8.500.382011.7671.42
D12:9.9201.053010.4349.82
D14:14.4301.736013.6867.2
D16:13.602.256012.5949.93
D18:10.801.09407.5568.85
D20:3.2900.4101.829.68
DE:15.31024011.8945.94
DAL:10.2801.47308.5668.7
DAK:14.8502.19609.1738.18
DB:10.7701.52403.0640.62
D35:6.9501.33401.7810.57
D40:14.57025011.8351.12
D45:12.0202.2460759.15
D50:10.7801.61606.0649.19
D55:14.2501.936010.2173.26
D60:500.55201.4311.93
D65:16.2701.393012.9691.8
D70:6.2500.2106.6133.95

Fig1. PackFigures™ 0.6 der Lang SM 2008 in Baden.


Erklärungen: Dargestellt sind %CP der Prozentsatz an Posten, die gemeinsam mit einem Läufer derselben Kategorie angelaufen wurden (die bekannte 15 Sekunden Regel). Influencers, die Anzahl während dem Lauf angetroffenen Konkurrenten (mindestens als CP) und % of Packrunning der prozentuale Anteil des Laufes, der in Packs absolviert wurde. min., av. und max. zeigen dabei den Durchschnitt und die Streuung innerhalb der Kategorie. Hier fehlt noch das Startintervall der Kategorien. Hier zumindest ein paar Beispiele: H35: 3, H40:2, HE, HAL, HAM, HB:3, HAK:2...



Fortsetzung folgt.

Mittwoch, 16. September 2009

IgotU GT-120 an der SPM 2009

Testanlage
Ich trage 2 IgotU GT-120 am selben Oberarm direkt nebeneinander. Ich lasse die GPS über 20 Minuten auf einem Veloständer-Dach ihren Fix suchen (Tip: Jan Kocbach). Dann laufe ich die Schweizer Meisterschaft im Sprint 2009 in Willisau.

Auswertung
Ich verwende die Karte aus dem routegadget, d.h. einen unverzerrten OCAD-Export. Die Karte wird mit Hilfe von retorte.ch georeferenziert. Die Tracks werden in OCAD importiert. Die eigene Route eingezeichnet.

Massstab: Der breitere rote Streifen ist 10m breit.

Diskussion
Naja. Es ist keine Überraschung, dass ein GPS in so einem Gelände nicht gut aussieht. M.Eglin hat am selben Lauf ein IgotU und ein Garmin Forerunner getragen. Der Forerunner sieht nur etwas besser aus und die Positionierungen zeigen ähnliche Differenzen.
Die Abweichung meiner beiden IgotU zur realen Route ist das eine, die unterschiedliche Positionierung zwischen den beiden ist das andere (Genauigkeit 10-20m). Wie schon in einem ersten Test komme ich zum Schluss, dass das IgotU GT-120 für eine Routenanalyse zu ungenau ist. Stellt sich die Frage, wozu es im Zusammenhang mit OL denn gut ist. :-) Anregungen an mich.

Montag, 14. September 2009

Schmidwald-Horben 3/5

Details
Melchnau, Altbüron, Rohrbach
, Schweiz
1:15'000, 5m, 2009
Kartenbezug: OLG Huttwil
Nächste Haltestelle öV: Zug: Rohrbach (ca.2km südl.); Es gibt im Nordteil nähere Bushaltestellen (Melchnau und Altbüron), aber der Nordteil ist nicht intressant.

Beschrieb
Mittellandwald, gut belaufbar. Im Südteil Schmidwald(3/5) Tannen-Unterholz und Heidelbeeren, im Nordostteil Horben (1/5) vermehrt Brombeeren.

Karte
Kartierung: 0 (fein bis zu fein aufgenommen v.a. Wassergräben, Wegspuren und Schneisen im Lauftempo schwierig auszumachen, Grünstufen auf der Route zu detailliert im Postenraum präzise)

Donnerstag, 10. September 2009

1-Minutenstart-Intervall an 6.Nat. OL am Irchel

Startintervall - Ausnahmebewilligung
09.09.2009 13:11:20, Thema: 6. Nationaler am Irchel
Paul Corrodi (TD 6. nat OL) (paul@hepaco.ch), Kat: H50

Lieber Heinz, die KW hat am 16.2.2009 dem Antrag des Veranstalters nach gründlichen Abklärungen (Jäger, Läuferdichte, Waldbeanspruchung….ect. ) mit Auflagen ( Startorganisation, Postenfrequenzen,…..) stattgegeben.
Der nationale „Zuschauerlauf“ zugunsten des Wochenendes „Weltcup Finale in der Schweiz“ wird so in das Event-Wochenende eingebunden und könnte sonst gar nicht stattfinden.
Details und Begründungen kannst du gerne bei mir (oder einem anderen KW-Mitglied) erfragen.
Übrigens hat man noch bis zum Sonntag Möglichkeit sich für einen spannenden Lauf anzumelden, den man im Schlussteil auf mit allen Weltcup-Cracks teilt – klar eine Reise in den nördlichen Kanton Zürich Wert!

Forum des Schweizerischen Orientierungslauf Verbandes - Swiss Orienteering

Kommentar: Happy Klumpenrisiko! *gröhl*

Da ist man schnell mal zu acht (NOC 09 Women Middle-> 1-Minuten Start Intervall; Bild: World of O)
Man sollte den Lauf als das deklarieren, was es ist, ein Zuschauerlauf und kein Nationaler OL. Die Teilnehmer hier das Abweichen von elementaren und begründeten Regeln hinnehmen. Zudem dürfen sie ein
Erhöhtes Startgeld infolge aufwendiger Infrastruktur und teurer Kartenherstellung
Ausschreibung 6.Nat.OL 2009

bezahlen und damit den Weltcup quersubventionieren.

Je länger ich darüber nachdenke desto mehr wird mir klar, dass hier die Idee der Leibnitz-Konvention pervertiert wird. Anstatt dass der OL zu den Leuten geführt wird, wird der OL zu den OL-Läufern gebracht bzw. die OL-Läufer zu zahlenden Zuschauern gewandelt.

Mittwoch, 9. September 2009

SOFT erlaubt GPS als Navigationshilfe

Tillåtna tekniska hjälpmedel
Tillåtna tekniska hjälpmedel är kompass och av arrangören tillhandahållen karta samt
kontrollbeskrivning. Även lyse, t ex pannlampa, får användas vid behov.
Vardagsutrustning som glasögon och andra synhjälpmedel samt konventionella
armbandsur anses ej som tekniska hjälpmedel och får användas fritt. Till samma kategori
räknas även pulsklockor, höjdmätare, avståndsmätare, stegräknare samt
navigationsutrustning (t ex GPS-enheter) som saknar kartdisplay och/eller
kursorienterande signalfunktion.


Anvisningen om tekniska hjälpmedel

Startreihenfolge Schweizer Meisterschaften

Art. 106 Startreihenfolge bei Schweizer Einzel-Meisterschaften ohne Qualifikation:

1 Bei Schweizer Einzel-Meisterschaften ohne Qualifikation entscheidet der Veranstalter,
ob die Startreihenfolge ausgelost wird oder ob die Läufer in umgekehrter
Reihenfolge der aktuellen Punkteliste starten.

Wettkampfordnung 2007, Swiss Orienteering

Kommentar: 2009 wird erstmals eine Nationale Meisterschaft nach der aktuellen Punkteliste gestartet. Nach mehr als zehn Jahren Praxis bei der Elite wird dieses Tramfahrer-Privileg nun auch noch bei den Breitensport-Kategorien eingeführt.

Dienstag, 8. September 2009

SOFT versucht es

5.2. Tävlande på lika villkor
... 24 Samlöpning är ej tillåten. Gäller dock ej vid tävling med gemensam start eller
25 jaktstart. Samlöpning anses ha skett om två eller flera tävlande besöker tre
26 eller flera kontroller i följd med ett tidsintervall som understiger 12 sekunder,
27 såvitt ej annat framkommer.
28 Tävlande får inte låta någon följa sig för att visa väg. ...

7.4.1. Tävlandes regelöverträdelse
11 Tävlande som gjort sig skyldig till regelbrott, som kan vara
12 resultatpåverkande, ska ådömas tidstillägg om 1-5 minuter eller
13 diskvalificeras.

Entwurf 1.0. Wettkampfregeln 2011 des Schwedischen OL Verbandes, S.27 Zeilen 25-28 und S.32 Zeilen 11-13