Dienstag, 21. Dezember 2010

O-Graph VIII: Isochronen-Karte

 Abb.1. Isochronen-Karte NORT 2010 Mittel-Sprint Männer Posten 5. Die farbigen Bänder bezeichnen Regionen mit gleicher Zeitspanne vom Posten 4 bis dort. Schwarz: Die berechnete schnellste Route. Basis: GPS. Quelle: WorldofO.com
Abb.2. Gleich wie oben, ergänzt. Isochronen-Linien und eine Skala zum Vergleich des Fortschrittes in Richtung Posten 5. Oliv: Nicht passierbar. Farbliche Unterscheidung der Fronten entsprechend der vier Hauptrouten links, mitte-links, mitte-rechts, rechts (Eigene Darstellung). [Bem.: Ein ähnliches Problem wie bei der Tageskarten-Karte.]

Montag, 20. Dezember 2010

O-Graph VII: Verteilung höchste Laufgeschwindigkeiten

Abb.1. Verteilung der maximalen Laufgeschwindigkeit. Grün: Schnell; Rot: Langsam; Transparent: Keine GPS-Daten. Basis: GPS-Daten. Quelle: WorldofO.com

Donnerstag, 16. Dezember 2010

O-Graph VI: Automated Map Reading Detection auf Quickroute

Abb.1. AMRD-Graph via Quickroute. Grün = Laufen mit Lesen, Rot = Laufen ohne Lesen. Basis: GPS & Beschleunigungslogger. (Quelle: AMRD-Webseite)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

O-Graph V: Echtzeit-Abschnittszeiten-Grafik

Abb.1. Echtzeit-Abschnittszeiten-Grafik WOC 2005 Long Men. Basis: Startzeiten und Zwischenzeiten. (Quelle: Pekka Varis)

O-Graph IV: Isochronen

Abb.1. Isochronen-Darstellung zur Routenanalyse 3.Strecke 10.Posten. Nordberg (Halden SK) und Airila (Kalevan Rasti). Basis: GPS. (Quelle: World of O)

O-Graph III: Abschnittszeiten-Grafik www.solv.ch

Abb.1. Abschnittszeiten-Grafik Typ www.solv.ch. Abschnittszeitenbasierend. Hier MOM 2010 H 35-.  1. Michael Granacher, 5. Hans Welti, 8. Simon Seger, 9.Martin Lerjen. Ideal zur Unterscheidung von konstant schnell (MG), inkonstant schnell (HW, SS) und konstant langsam (ML). (Quelle: www.o-l.ch)

Dienstag, 14. Dezember 2010

O-Graph II: Arithmetische Routenanalyse basierend auf OCAD Daten

Abb.1. Final Langdistanz Männer WOC 2003 Eschenberg. Route Posten 21-22 von unten rechts nach oben mitte. Ein Wechsel rot -> rot entspricht der Zeit, die benötigt wird 256m flach einer Strasse entlang zu rennen. Routen Thomas Bührer (rot), Juri Omeltschenko (violett), Emil Wingsted (blau), andere (rot gestrichelt). Quelle: Scientific Journal Of Orienteering Vol.17, page 4-21.

O-Graph I: Routendichte Webroute

Abb.1. Routendichte Webroute. Das Tool dient zum einzeichnen von Routen (ohne Kopplung mit Zwischenzeiten). Die Darstellung zeigt die Verteilung aller eingezeichneten Routen (rot: 1/6 aller Routen; Quelle: World of O)

Neue Serie: O-Graphs

In der neuen Serie o-graphs sammle ich erläuternde Darstellungen im Universum OL. In der Regel minimal kommentiert. Die Serie ist unter dem Label O-GRAPHS abgelegt.

Montag, 13. Dezember 2010

Dynamik OL Szene Schweiz II

Und noch eins.

Abb.1. Teilnahmenoberfläche OL Szene Schweiz 1997-2010.


In Abb.1. ist der Verlauf der Gesamtzahl der Teilnahmen nach Jahrgängen in den Saisons 1997-2010 aufgeführt. Verschiedene Phänomene sind sichtbar:
  • Die Mehrtage-Läufe (1999: Schweizer 6 Tage OL; 2001: Sei giorni italo-svizzera; 2003: OLWM Rapperswil; 2006 & 2009 Swiss O Week und WMOC 2010) prägen sich in Wellen quer zur Tiefe aus. Gut sichtbar bei den Jahrgängen 69-84
  • Die Wellen quer zur Jahrgangsachse zeigen starke (z.B.1962) und schwache Jahrgänge (z.B. 1979)
  • Dynamik von Links nach rechts:
    1. Die Nuller Jahrgänge sind im kommen z.B. Jrg.2000
    2. Gegen neunzig haben alle OL Läufer ihre Karriere beendet z.B. Jrg.1918
    3. Bis über achtzig gibt es aber durchaus noch Aktive z.B. Jrg.1926
    4. Die Pensionäre intensivieren ihre OL Aktivität. z.B. Jrg. 1939
    5. Ebenfalls das Mittelalter, wohl mit älteren und evtl. auch aktiven Kindern. z.B. Jrg. 1960-1966
    6. Das mit Alter 20-35 mitdriftende Tal
    7. Der mit Alter 8-20 mitdriftende Jugendberg

Sonntag, 12. Dezember 2010

Dynamik OL Szene Schweiz

Ich spiele etwas weiter mit den Daten aller Einzelranglisten 1997-2010 auf o-l.ch.
Abb.1. Alterstruktur der OL Szene Schweiz 1997, 2003 und 2010. Dargestellt ist die Gesamtzahl Teilnahmen der jeweiligen Altersgruppe (nicht die Anzahl verschiedener Teilnehmer).

  • 1997 wurden noch nicht alle Wettkämpfe bei o-l.ch aufgeschaltet.
  • Mit H/D-10 und School wurden gezielt neue Kinderkategorien geschaffen
  • 2009 könnte etwas durch die ausländischen Teilnehmer (seniorenlastig) der Swiss O Week verfälscht sein
  • 2010 wurde aufgrund der verfälschenden WMOC Resultate nicht berücksichtigt

Analyse
Ab dem Alter von 4 Jahren steigt die Anzahl OL-Teilnahmen stark an und erreicht in allen drei dargestellten Jahren ihr Maximum im Alter von 15 Jahren. Danach sinken die Teilnahmen mit zunehmendem Alter ebenso schnell und erreichen zwischen 23 und 25 Jahren die Untergrenze. Als Beispiel: Jahrgang 1988 kommt 2003 auf 1889 Teilnahmen, 2009 noch auf 690. Auf dieser Untergrenze verharren die Teilnahmen, bevor sie im Bereich 40-55 nochmal ein kleineres Maximum zeigen. Dann sinken die Kurven mit zunehmendem Alter der Teilnehmer kontinuierlich ab. Die ältesten Läufer betreiben Orientierungslauf bis ins Alter zwischen 85 und 90.

[Unklare Tendenzen: Ist hier ein weiteres Absinken des Mittelalters 2003-2009 zu sehen? Oder ein verstärktes Aufkommen der Pensionäre ab 60? // Könnte man sich evtl. etwas bezüglich den Kategorien überlegen, damit mehr Jugendliche das Spitzensport-Kamelöhr überstehen oder daran vorbei kommen z.B. H/D-18E, H/D-20E ? Oder ist das einfach der unvermeidliche 'Beziehungsknick'?]

Montag, 6. Dezember 2010

O-Technik-Trainings [Eva Jurenikova]

Die in Schweden lebende tschechische Eliteläuferin Eva Jurenikova hat an einem Vortrag zum Thema Qualitätsteigerung von O-Technik-Trainings anlässlich des Elittränarträffen 28.11.2010 in Göteborg eine Reihe von Trainings vorgestellt. Ich gebe sie hier telquel wieder.

Gelb-Grün-OL
  [K: Variante: Händler-OL: OL mit reduzierter Karte und Jagdstart: Die Teilnehmer können sich durch Verzicht auf gewisse Kartenelemente und Farben Zeitbonifikationen erhandeln. Sie starten früher, aber mit reduzierten Karten. Die Boni für einzelne Elemente legt der Veranstalter vorgängig fest //o-zeugs]

Linien OL mit Posten
Folge dem Bach und merk dir die Postenstandorte
Variante Linien OL
Variante Linien OL Karte gespiegelt
 Postensetz- und Einzieh-Übung / Paarübung
Kartenpaar für Postensetz-Übung: Den ersten setzen, den zweiten einziehen, beim dritten aufeinander warten.

Führen und Folgen /Paarübung
Läufer A führt in den Partner in den Grosskreis 1. Läufer B führt zu Posten 1 etc.
Korridor Training
Variante Gerader Korridor

Variante Wurmkorridor

Kompassblindflug
Varianten mit und ohne Postenraum

Variante Vorbereitung mit Karte, dann Karte wenden, auf Hinterseite Kompassblindflug.

Startübungen
Nach jedem Ziel zurück ins Startzentrum (in der Mitte der Startpunkte) joggen.

Routenvergleiche/Paarübung
Bei jedem Posten Neustart.

Staffel-Übung / Gruppenübung
Kurze gegabelte Strecken

EineR gegen EineR / Paarübung
Ein-Mann/Frau-Staffel. Zwei gegabelte Schlaufen zuerst. Ungegabelte Schlussschlaufe.

Wegstaffel /Paarübung
Pro Team eine Karte. Jeweils ein Posten anlaufen. Übergabe auf dem Weg. Denkbar mit Jagdstart.

Freitag, 26. November 2010

Kein Geld für Profistatus in Deutschland

Daniel Härtelt: Würdest du auch ähnlich wie andere Profi-OL’er halbtags arbeiten oder ganztags trainieren?
Christian Teich: Ich habe sehr viel darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es nicht machen könnte, da ich in den letzten Jahren immer von Verletzungen zurückgeworfen wurde, würde ich mir den Druck der damit verbunden ist nicht auferlegen. Ich glaube auch, dass es in dem Ausmaß, wie es einige Schweizer oder Skandinavier betreiben sicherlich nicht möglich ist, da in Deutschland dafür die Mittel fehlen.
Auszug aus einem Interview mit Christian Teich, bester Deutscher OL-Läufer 2010 auf Orientierungslauf.de vom 26.Nov.2010 anlässlich zu dessen Verzicht auf eine Selektion ins Nationalkader 2011

Montag, 22. November 2010

Mein Verein seit 1997

Als Ableger zur automatischen Analyse aller auf www.o-l.ch abgelegten Ranglisten hier eine Zusammenstellung zur OL Tätigkeit der Mitglieder des Vereins UBOL Suisse (Umweltbewusste OL Läufer Schweiz), dem ich vorstehe.
Abb.1. Teilnahme-Dynamik UBOL Suisse 1997-2010: Erfasste Teilnahmen an Einzelwettkämpfen in der Schweiz gemäss Ranglisten www.o-l.ch. Automatische Auswertung von 1667 Wettkämpfen. Manuelle Zusammenführung von unterschiedlichen Schlüsseln desselben Läufers. Werte aufgereiht nach jeweiliger Saison und Total. Geordnet nach Total. Trend abgeleitet aus dem Verhältnis des 14-Jahres-Schnittes zum Schnitt der letzten 3 Jahre. Teilweise ehemalige Mitglieder berücksichtigt.

Ein paar Punkte:
  1. Der Verein als ehem. Jugendbewegung ist in seiner Altersstruktur sehr homogen. Der Grossteil der Mitglieder ist zwischen 30 und 45. Das ist das teilnehmerschwächste Segment der OL Szene Schweiz.
  2. In der Saison 2010 haben 45 von 81 Mitgliedern nicht mehr als 3 Einzelwettkämpfe mit Rangliste in der Schweiz absolviert.
  3. Seit 1998 sind Mitglieder des Vereins Eltern von mindestens 41 Kindern (vermutlich 47) geworden. Davor waren es vermutlich 8.
  4. Positive Tendenzen zeigen:
    1. Frührentner
    2. Grossväter und ihre Enkel
    3. Erwachsene EinsteigerInnen
    4. Mitglieder, die mit ebenfalls OL laufenden PartnerInnen liiert sind
    5. Nicht liierte bzw. das Buschtelefon weiss nichts darüber :-P
  5. Konstante Tendenzen zeigen:
    1. Mitglieder, die mit ebenfalls OL laufenden PartnerInnen liiert sind
    2. Die etwas älteren Mitglieder mit selbstständigen Kindern
  6. Negative Tendenzen zeigen:
    1. ehem. Spitzensportler
    2. (ehem.) OL Läufer, die mit nicht OL laufenden PartnerInnen liiert sind v.a. bei gemeinsamen Kindern
    3. Ausgewanderte Mitglieder
    4. Mitglieder mit langwierigen Verletzungen
    5. Mitglieder in berufl. Kaderpositionen
    6. Aktive im Jugendalter nach dem Übertritt zu den Senioren

Der Faktor 'OL Tätigkeit PartnerIn' scheint mehr Gewicht zu haben als der Faktor 'Kinder'.

Freitag, 19. November 2010

Automatische Erkennung von Kartenkontakten VII: Validierung

Konzept

Jetzt gehen wir einmal daran die Methode systematisch auf Herz und Nieren zu Prüfen. Dazu verwenden wir eine Testvorlage, die folgende Fragen beantworten soll:
1) Wie häufig kommt es zu einer fälschlichen Aufzeichnung eines Kartenkontaktes
2) Wie häufig werden Kartenkontakte fälschlicherweise nicht aufgezeichnet
3) Was für Faktoren beeinflussen die Qualität der Darstellung in Quickroute

Testlauf

Am 17.November 2010 wurde dazu ein Testlauf angelegt und durchgeführt. Er gliedert sich sich in die in Tabelle 1 dargestellten Phasen und wurde mittels der aufgeführten Methoden dokumentiert.

PhaseGPSHOBOKameraVoice Recorder
1)Kalibrierungxx--
2)Rennen ohne Kartexx--
3)Rennen querxxx-
4)Orientierungslaufxxxx
Tab.1. Phasen des Testlaufes und Sensoren/Logger


Sensoren/Logger


Abb.1. Positionierung der Sensoren/Logger: GPS und Kamera/Voicerecorder an einem Brustgurt. HOBO Beschleunigungsmesser am Handgelenk.

GPS
Zur Dokumentation der Position wurde ein GPS IgotU GT-120 an einem Brustgurt (Abb.1) befestigt und mitgeführt. Dieses wurde darauf konfiguriert, die Position im 1-Sekunden-Intervall abzuspeichern.

HOBO Beschleunigungsmesser
Der Beschleunigungsmesser wurde mit einer selbst erstellten Vorrichtung ans Armband der Armband-Uhr befestigt. Er wurde auf ein Aufzeichnungsintervall von 1/4-Sekunde konfiguriert.

Kamera/Voicerecorder
Zur Aufzeichnung des Geschehens rund um das Kartenlesen wurde ein Mobiltelefon mit eingebauter Videokamera (NOKIA 6120 Classic) ventral auf Brusthöhe befestigt. Das eingebaute Mikrophon wurde als Voicerecorder verwendet.

Phasen

Kalibrierung (00:00-00:50)
In der ersten Phase wirde eine Kalibrierung nach Lehrbuch durchgeführt. Rennend wird dabei die Karte über längere Zeit (min. 20 Sekunden) in Karteleseposition gehalten.

Rennen ohne Karte (00:50-20:00)
In der zweiten Phase wird gerannt auf Strassen, Wegen und Fusswegen. Flach, aufwärts, abwärts, langsam und schnell.

Rennen quer (20:00-38:00)
In der dritten Phase geht es dann ohne Karte weg von befestigten Wegen ins Gelände. Ebenfalls verschiedene Tempi werden gelaufen. Hoch, runter und flach. Da hier vermehrt Störungen erwartet werden wird diese Phase per Video aufgezeichnet.

Orientierungslauf (40:00-65:00)
In der vierten Phase wird schliesslich Orientierungslauf betrieben. Zusätzlich zur Videoaufnahme aus Brustperspektive, die einen direkten Blick auf die Kartenarbeit ermöglicht (Abb.2.) kommentiert der Testläufer seine Kartenarbeit auf die Tonspur der Videoaufnahme. Er beginnt seine Kartenkontakte mit einem "JA" und beendet sie mit einem "NEIN".

Abb.2. Screenshot Videokamera auf Brusthöhe während Kartenkontakt


Datenverarbeitung

Die Daten von GPS, Beschleunigungsmesser und Videokamera werden ausgelesen. Die Daten von GPS und Beschleunigungsmesser werden gemäss der AMRD Methode (Automated Map Reading Detection) kalibriert, zusammengeführt und in Quickroute dargestellt.

Resultate

Allgemein
Es zeigt sich, dass der Beschleunigungsmesser immer wieder leicht verrutscht. Dadurch muss der der Testlauf in zwei Teile unterteilt werden, die jeweils separat kalibriert werden müssen. Teil 1 fasst die Phasen 1 bis 3 zusammen. Teil 2 entspricht Phase 4.

Teil 1: Rennen ohne Karte

Abb.3. Auswertung Teil1: Kalibrierung, Rennen ohne Karte auf Wegen und im Gelände

Es kommt bei sechs Situationen zu falschen Kartenkontakten. Diese lassen sich in zwei Gruppen unterteilen.
1) Griff in den Jackensack (3x) [?Blick auf die Uhr?]
2) Sehr schnelles Rennen und abwärts Rennen mit starkem Armeinsatz auf Wegen (3x, Analog Zieleinlauf Venedig)

Dagegen kommt es beim Querlaufen ohne Karte zu keinerlei Fehlaufzeichnung. Denkbar ist, dass im Gelände der Armeinsatz moderater ist. Interpersonelle Unterschiede sind in diesem Test nicht berücksichtigt.
Während Fehler der Gruppe 1 (Jackensack) in OL Trainings und Wettkämpfen eher selten auftreten sollten, so sind Fehler der Gruppe 2 (Armschwung) jederzeit möglich und als Fehlerquelle zu erwarten. Bei detailierter Analyse zeigt sich allerdings, dass die durch Armschwung erziehlten kleinen Kartenlesewinkel nicht kleiner als 31 Grad sind. Unter Umständen würde ein herabsetzen des Grenzwertes Kartenlesewinkel das Problem lösen.

Teil 2: Orientierungslauf


Abb.4. Auswertung Teil 2: Orientierungslauf

Im Teil Orienterungslauf werden die Resultate der AMRD Methode (Beschleunigungsmesser) und Voicerecorder verglichen. Es zeigt sich, dass Mittels AMRD 65 von effektiv 66 Kartenkontakten dokumentiert und erkannt wurden. Kartenkontakte, die durch kurze Handby-Phasen unterbrochen wurden, sind AMRD zusammengenommen erfasst. Es wurden keine falschen Kartenkontakte aufgezeichnet.
Der nicht erfasste Kartenkontakt ist einer in einer Serie sehr kurzer flüchtiger Kartenkontakten. Er liegt vermutlich mit einem Kartelesewinkel von 45 Grad über dem Grenzwert.

Es ist zu beachten, dass im Test ein Drittel der effektiven Kartenkontakte nicht in Quickroute dargestellt werden. Dies geschieht zum Teil, wenn die Kartenkontakte zu wenig Distanz einnehmen, weil sie zu kurz sind oder im Stillstand erfolgen (Abb.5.). Ebenfalls nicht dargestellt werden sie, wenn für den Kartelese-Zeitpunkt keine richtige GPS Positionierung vorliegt (Springende Positionierung).

Abb.5. Screenshot Quickroute: Das Kartenlesewinkel-Profil unten zeigt an dieser Stelle zwei Kartenkontakte. In der grafischen Darstellung fehlen sie, da im Stillstand erfolgt (keine räumliche Ausdehnung).


Schlüsse

Sauber kalibriert ist die AMRD Methode sehr zuverlässig. Im Wettkampftest zeigt die Methode eine minimale Zahl von fehlenden und keine falschen Kartenkontakte. Es scheint, der Laufstil mit Kompass und Karte, sowie im Gelände verbessere die Qualität der Methode (Kompass wird unbewusst geschützt/eingedreht, Karte verlangt saubere Armführung, im Gelände werden die Hände eher vor dem Körper geführt um den Kopf vor kleinen Hindernissen abzuschirmen).

Grundsätzliche Bedingung ist allerdings eine nicht verrutschende Befestigung des Beschleunigungsmessers. Für eine befriedigende räumliche Positionierung der Kartenkontakte ist die Qualität der GPS Positionierung zentral. Das verwendete IgotU GT-120 taugt dazu nur bedingt. Bei einer Auswertung mit Quickroute darf nicht nur auf die kartografische Darstellung der Kartenkontakte abgestützt werden. Ebenso müssen 'versteckte' Kartenkontakte im 'Profil' (Abb.5. unten) berücksichtigt werden.
Als Fragezeichen bleibt die Anfälligkeit bezüglich interpersoneller Unterschiede in Laufstil und Lesetechnik. Diese Unterschiede sollen in einem weiteren Schritt untersucht werden.

Mittwoch, 17. November 2010

Seit 1997: Walter Bieri OLV Zug

Einträge in der Resultat-Datenbank von Swiss Orienteering ehem. SOLV seit 1997(1):
1. WALTER BIERI 1943:501
2. KURT HUBER 1944: 490
3. FRITZ MAURER 1935: 486
4. RUTH BIERI 1947: 459
5. ALOIS GREINER 1929: 456
6. MARTIN WIDMER 1961: 450
7. ALBIN STUTZ 1933: 438
8. RÖS BIERI 1945: 434
9. FRITZ SULZER 1951: 429
10. HEINZ WEGMÜLLER 1942: 429
Tab.1.: Top 10 der fleissigsten OL Läufer der Schweiz (Teilnahmen an Schweizer Einzel OL Wettkämpfen seit 1997)

1) Total 1667 Wettkämpfe 1997-2010 ohne Scool, Testläufe, Mannschafts-OL, Staffeln, Weltcup. Vollautomatische Auswertung. 61 268 Namensschlüssel. Bis zu 20 zusätzliche Wettkämpfe unter anderm Namen/falschem Jahrgang (Bieri 17, Huber 15 etc.)
2) Meiner Frau ist diesen Herbst aufgefallen, dass immer, wenn Sie an einen OL käme, diese Zuger (Ruth und Walter Bieri) auch da seien. Dies gab schliesslich den Anstoss zu dieser Analyse.

Weitere Resultate:
.. Simone Niggli 214
.. Martin Lerjen 186
.. Jürg Bucher 108
.. Beat Fischer 6
.. Johann Schneider Ammann 4
(Alle bereinigt)

Montag, 15. November 2010

Automated Map Reading Detection VI: Stadt OL Venedig: Permanentes Lesen

Abb.1.: GPS in Venedig: Forget it!


Ein weiterer Praxistest der AMRD-Methode nach Michael Eglin. Wie zu erwarten war, ist im derart engen und verwinkelten Labyrinth von Venedig keine vernünftige GPS Postionierung möglich (IgotU GT-120, Abb.1.), zumindest aber für eine quantitative Analyse reicht das HOBO alleweil (Abb.2).
Abb.2: Akkumulierte Kartenlesezeit über die Laufzeit Läufer L1 (313 Kontakte in 78 Min./71% der Laufzeit)
Man sieht schön, was Venedig ausmacht: Permanentes Detaillesen, kaum Vorladen und kaum Pausen (ausser nach einer halben Stunde Renndauer den Bogen um die Rialtobrücke).

Mittwoch, 10. November 2010

Moderne Bahnlegung


Nachtrag:10.Nov.2010:
I am still amazed that the WOC-organizers had to arrange fake forbidden areas to create route-choices…
St.Thierry at WorldofO
Abb.1. Sperrgebiet als Mittel moderner Bahnlegung WOC 2010, Mitteldistanz Final Herren

Samstag, 6. November 2010

Lundanes: 100 Schlussschlaufen

Because among the hundreds of last loops I had drawn on the map or considered ahead of the race, there were none that were similar to the course we actually got in our hands. I had not imagined that the third last control should be a ski track crossing.
Olav Lundanes über den enttäuschendsten Wettkampf des Jahres aus technischer Perspektive (WOC 2010 Relay) auf World of O

Freitag, 5. November 2010

Armstrong und Simeoni

Tour de France 2004. 18 Etappe. Lance Armstrong macht sich persönlich auf die Verfolgung einer Ausreissergruppe und lässt sich nicht locker, bis Filippo Simeoni sich zurückfallen lässt. Simeoni verdiene es nicht, eine Etappe zu gewinnen, so Armstrongs Erklärung.

Simeoni war zu diesem Zeitpunkt Zeuge der Anklage gegen Dr.Ferrari. Armstrong selber war Klient von Ferrari. Er gab dies erst zu, nachdem Recherchen der Sunday Times es enthüllt hatten.

Dienstag, 2. November 2010

Wettkämpfe für die Zuschauer - Folge 5 - WOC 2010

Der Speaker und der Regisseur muss aufpassen, dass er heikle Informationen, die er den Zuschauern geben möchte, nicht auch den Läufern zugänglich macht. Das gleiche gilt für das Zeigen von Routen auf den Grossbildschirmen - solange die Zuschauer diese sehen, ist es okay, aber nicht wenn Läufer daraus einen Vorteil ziehen können. Beim Sprintfinal konnten die Läufer, die als letztes starteten, vom Startraum aus auf dem Schirm sehen, wie die bereits gelaufenen Top Athleten das grosse Routenwahlproblem gelöst hatten. ...
Konrad Becker, Chef der Foot-O Commission des IOF im Swiss Orienteering Magazine 10/2010

1) Der WOC Sprint Final war dieses Jahr sehr eng. Der siebtrangierte Daniel Hubmann lag im Ziel 7.3 Sekunden hinter dem Sieger.
2) Unter den acht letztgestarteten Läufern befinden sich fünf der Top 7.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Weltcup Final Sprint Genéve- Bildserien


Note: This is a part of a series about automated map reading detection (translated by google translate)
Kartenlesen und Laufstil
Am diesjährigen Postfinance Sprint hatte ich den Auftrag eine neuralgische Ecke in der Altstadt von Genf zu sichern. Dabei hatte ich die Gelegenheit einen Teil der Finalisten live zu erleben und auch zu dokumentieren. Herausgekommen sind eine Reihe kurzer Serien, die die besten OL Läufer der Welt beim Rennen und Kartelesen zeigen. In Anlehnung zum Bereitschaftsmodus Standby nenne ich neu die Stellung, bei der die Karte lesebereit gehalten wird Handby [händ-bei].
Das Thema Laufstil, obwohl auch intressant, wir hier nicht kommentiert.

Daniel Hubmann
[Handby, die Hand ist schon bereit]




Carl Waaler Kaas
[direkt, zweihändig]




Matthias Müller
[traumwandlerisch]





Thierry Gueorgiou
[einhändig, Handby]




Matthias Merz
[einhändig]





Audun Weltzien
[Handby]




Dmitry Tsvetkov
[Kompass rechts, Karte links, Handby]




Andrey Khramov
[Kartekompass rechts, Handby]




Baptiste Rollier
[zweihändig, einhändig, Handby]




François Gonon


Jerker Lysell
[zweihändig]



Marcus Millegård
[zweihändig, einhändig]



Erik Rost
[zweihändig, einhändig]





Jarkko Huovila
[rechter Arm passiv]




Tuomas Tervo
[Handby]




Dana Brožková




Celine Dodin
[Handby, lässt Hand fallen, bleibt aber passiv]




Riina Kuuselo
[Handby]


Bettina Aebi



Brigitte Mühlemann



Lena Eliasson




Simone Niggli




Matthias Kyburz
[Lehrbuchmässig Handby bei kurzer Lesepause]




Jan Prochazka



Johann Runesson




Lars Skjeset und Olli-Markus Taivainen
[Taivainen fokussiert auf Skjeset]





Christian Mathys
[Vergleiche Oberschenkelwinkel mit Dodin u.a.]