Freitag, 12. März 2010

Dead running

Anstatt die Läufer mit kaum funktionierenden Schmetterlingen und Phi-Loops zu trennen, schlägt der Finne Jarkko Ryyppö vor, die Läufer gestaffelt auf kurze Laufstrecken (ca.140m) zu schicken. Damit öffnet man Lücken zwischen zusammen laufenden Läufern, gross genug, damit sie wieder unbeeinflusst voneinander laufen müssen. Die Lücken werden später wieder aufgelöst, doch es ist zu erwarten, dass die aufgespaltete Gruppe nicht mehr zusammenfindet.

-> Zum Beschrieb von Dead Running

Dienstag, 9. März 2010

A runners fault is a runners fault II

Ein Nachtrag zu den unglücklichen Pflichtpassagen am NAOM 2010 E1 Long... Der norwegische OL-Tüftler Jan Kocbach ist gerade dabei, das riesige Potential der GPS Daten, die in den von Quickroute 2.3 produzierten JPEGs eingebunden sind (Brilliant move, Mats Troeng!) zu erschliessen. Für den diskutierten Fall der NAOM ergibt sich hier folgendes Nebenprodukt: Von den vier Läufern, die ihre Routen via Quickroute publiziert haben hat nur eine (Lucka Weissová) beide Pflichtpassagen passiert. Die drei anderen drei anderen (Jarkko Huovila, Pepek Zajíc, Michal Besta) nur die erste der beiden. Immerhin!

Sonntag, 7. März 2010

Zuviele Gegner - Doppelter Maulkorb für Thomas Scholl


Hinweis: Durch klicken auf untenstehendes Label Thomas Scholl sehen sie alle Einträge zu diesem Thema in diesem Blog
Kurzfassung
Nach einer von aktuellen und ehemaligen Verbandsfunktionären geprägten Diskussion, wurde am 6.März 2010 an der DV von Swiss Orienteering der Verein OLG Zürichberg aus dem Verband ausgeschlossen. In einem zweiten Schritt wurde stratgische Führung (ZV) beauftragt, ein Regelwerk zu entwickeln, das verhindert, dass die Person Thomas Scholl sich in irgendeiner Art am Verbandsleben beteiligen kann.

Ablauf der Diskussion
1. Eröffnung Marcel Schiess, Präsident Swiss Orienteering: Das Thema ist ein heikles und kann mit grösseren Emotionen verbunden sein. Aufruf sachlich zu bleiben. Alles ist Formal korrekt. Vorschlag zum Vorgehen. Beide Anträge werden gemeinsam behandelt. Der Delegierte der OLG Wallis (Thomas Scholl) vertritt sich und die OLG Zürichberg.

2. Einführung Marcel Schiess, Präsident Swiss Orienteering: Rechtsbelehrung zu Anträgen.

3. Markus Brechbühl für den Antragsteller OLG Stäfa:
Systematische Behinderung. Freude muss entstehen können. Haar in der Suppe suchen. Eigennutz. Eigenmächtig. Besserwisserisch. Voreingenommen. Übertriebener Aktivisimus. Ohne positive Wirkung. Sand im Getriebe. Nicht tolerierbar. Dies sei kein Maulkorb und kein beseitigen von unbequemen Verbands-Mitgliedern. Die OLG Zürichberg sei nur ein Vehikel für Scholl. Bremsklotz. Rein persönliche Intressen. Paragrafenreiterei. Zivilprozess spielt keine Rolle, aber zeigt, dass Scholl sich um Urteile der RK foutiert. Es ist keine persönliche Abrechnung. TS Verhalten sei unverständlich und nicht mehr tolerierbar. TS beübe Funktionäre. Die ausserordentliche SOLV DV: war wegen ihm eine neverending story. TS hat die DV zum Verzweifeln gebracht und erst noch Verfahrensfehler rekuriert. Die OLG Zürichberg sei der einzige Verein, der je rekuriert hat, hat aber keine aktiven Mitglieder. Scholls Inputs: nicht verhältnismässig, nicht sozialverträglich. Scholl beharrt unnötig auf dem Einhalten formaler Richtigkeit und prangt Verfahrensfehler in der NZZ an. Er ist nicht mehr glaub- und vertrauenswürdig. Die Annahme des Antrages bringt keine Nachteile für die OLG Zürichberg und Thomas Scholl, aber die Entlastung für Funktionäre.

4. Replik Thomas Scholl (TS) als Vertreter der OLG Zürichberg und seiner Person:
Beschriebt den Beitrag der OLG Zürichberg als aktives Mitglied des Verbandes. TS erklärt seine Anträge an die DV. Diese sei Ort der Diskussion. Rekuriert habe er, weil seine Inputs an die DV vom ZV abgeblockt wurden. Das Problem durch die letztjährige Statuenänderung weitgehend entschärft.
Viele Rekurse: Diese werden teilweise gutgeheissen und wir wurden teilweise auch vom ZV dazu gezwungen (administrative Streichung, verweigerte Abstimmung an DV). OLG sei kein Verein: Rekurskommission hat schliesslich die Vereinsform der OLG bestätigt. Ein gesunder Verband braucht Kritik. Für den Verband.
Vertragsstreit: Die OLG Stäfa hat den Vertrag gebrochen. Ich mache nur, was die Rekurskommission mir angetragen hat.
Pfannenstiel: Dadurch, dass ich sie halte wurde die Karte von sieben Vereinen benutzt. Es geht nicht ums Geld.
Eigennutz ist nie Motivation. Rekurs ist nicht ehrenrühriges. Ich bin, zugegeben, ein kritischer Mitarbeiter des Verbandes. Sachorientiert. Keine persönliche Sache für mich. Ich sehe es als persönliche Abrechnung. Die DV ist nicht der richtige Ort dafür.

5. Stellungnahme ZV, Hansruedi Walser, Vizepräsident Swiss Orienteering: Anerkennung von Scholls Leistungen. Nicht der Platz für Unstimmigkeiten zwischen Vereinen. Verantwortung der Delegierten. So kann es nun wirklich nicht weitergehen. ZV umfassende Abklärungen. OLG Zürichberg: Scheinkonstruktion, erschlichene Plattform. OLG Zürichberg mitschuldig. Wir haben versucht zu vermitteln.
Die Fakten der OLG Stäfa sind richtig. ZV unterstützt den Antrag. Konsequenzen. Bleibt Mitglied der OLVZ. Karten dürfen weiterhin verkauft werden. Die Vorwürfe zum zweiten Antrag wurden geprüft und weitere Untersuchungen unternommen. Thomas Scholl belastet das ehrenamtliche System. Wir haben versucht zu vermitteln. Getroffene Vereinbarungen wurden nicht eingehalten. Es kam nie gut. Keine persönliche Abrechnungen. Wir wollen keine Mediation. Antrag. Konsequenzen.

6. Ordnungsantrag zur Diskussion, Marcel Schiess, Präsident Swiss Orienteering: 2 Minuten pro Verein.

7. Votum Mario Ammann, OLG SG/Appenzell: Thomas Scholl betreibt Abnützungs- und Zermürbungkampf gegen Swiss Orienteering. Keine Bereitschaft für vernüftige Zusammenarbeit.OLG Zürichberg existiert nicht. Sorge um müde Funktionäre. Referenz auf Marc Russenberger.

8. Votum Pierluigi Schaad, Bündner OL Verband: Beschlüsse können zivilgerichtlich angefochten werden. Wo ist die Rechtsgrundlage?

9. Replik Hansruedi Walser, Swiss Orienteering: Es gibt keine. Die DV kann das bestimmen.

10. Votum Koni Becker, Ehrenmitglied: Ich bin selbst betroffen. Anträge rechtlich nicht haltbar, Imageverlust, keine Lösung. Intressen des SOLV sind objektiv nicht verletzt. Teilnahme als Delegierte anderer Vereine nicht zu verbieten. Schlechte Publicity. Keine Lösung. Wettkämpfe und Karten ausserhalb des Verbandes nicht im Sinne des Verbandes.

11. Votum Martin Meier, OLR Amriswil: Wir sehen das nicht als Lösung und nicht rechtlich haltbar.

12. Auskunft Marc Russenberger, Vorsitzender Rekurskommission: Ich bin auch betroffen. Seit 20 Jahren in der Kommission. Es geht nicht um die Anzahl der Fälle, sondern um deren Inhalte (Z'leidwerkerisch, überspitzt formalistische, unverhältnismässig). Selbstverursacht. Beispiel: ZV Streichung OLG Zürichberg. Selbstverschuldet, total unnötig.

13. Votum Fritz Aebi, OLG Herzogenbuchsee: Ich wollte Thomas Scholl vorschlagen die OLG Zürichberg solle von sich aus auszutreten, dass er als Vertreter der OLG Wallis hier ist beweist, dass er nicht gewillt ist zu einer Lösung beizutragen.

14. Votum Albert Meyer, CO Lausanne Jorat: Es ist ein Problem zwischen Personen. Die vorgeschlagene Lösung scheint uns nicht geeignet, das Problem zu lösen. Man soll Thomas Scholls Angebot annehmen.

15. Votum Emil Kimmig, OLV Luzern: Wir lösen das Problem damit nicht.

16. Votum Hanspeter Oswald, OLK PizHasi: OLG Zürichberg ist eine Konstruktion. Ich habe ein Mitglied kontaktiert, das weiss von nichts.

17. >Schlussvotum Markus Brechbühl, OLG Stäfa:
Man muss jetzt etwas unternehmen. Mediation ist kein Thema.

18. Schlussvotum Thomas Scholl, OLG Zürichberg: Persönlich betroffen. Das ist keine Lösung des Problems.

19. Abstimmung Antrag 1: 120 JA 25 NEIN 2 ENTHALTUNG
20. Abstimmung Antrag 2: 96 JA 43 NEIN 8 ENTHALTUNG

21. Schlusswort Marcel Schiess, Präsident Swiss Orienteering: Schwarzer Tag. Unglücklich, dass es soweit gekommen ist. Schlicht keine Alternativen gesehen. Lange diskutiert. Kein angenehmer Entscheid. Punkt musste gesetzt werden. Nicht freudenstrahlend. Wir hatten keine besseren Ideen.

Donnerstag, 4. März 2010

Scurion Headlamp

Die Scurion k ist nun in ausgewählten Fachgeschäften (hier) erhältlich. Der Rolls Royce unter den Nachtlampen ...

[Scurion k in Entwicklungszusammenarbeit mit Marc Lauenstein und mir]

+++hinzugefügt:


+++hinzugefügt 9.3.10: [132!! Degrees//Not 300 nor 150 but this time definitly]

2.Stellungsnahme Thomas Scholl


Hinweis: Durch klicken auf untenstehendes Label Thomas Scholl sehen sie alle Einträge zu diesem Thema in diesem Blog
In einem zweiten Rundschreiben nimmt Thomas Scholl zu den Vorwürfen an seine Person Stellung. Er lässt dabei durchblicken, dass es für den zweiten Antrag der OLG Stäfa keine rechtliche Grundlage gibt. Insgesammt gibt er sich gesprächsbereit.
... Das Ganze ist offenbar eine persönliche Abrechnung, die in meinen Augen nicht vor die DV gehört.
Vielleicht sollten wir uns zusammensetzen, wenn nötig zusammen mit einem geeigneten Mediator,
und versuchen, Lösungen zu finden. Mein Wunsch: Spielen wir den Ball und nicht auf den Mann!

Der ganze Text

Dienstag, 2. März 2010

A runners fault is a runners fault.

Quiz
Eine Routenwahl anlässlich der Norte Alentjano O Meeting 2010 in Crato, Portugal. Langdistanz vom 20.Februar.
Frage 1: Welches ist die schnellste Route von 26 zu 27?
Links ohne Routen, Rechts mit Routen A, B und C

Frage 2: Und jetzt? :)
Links ohne Routen, Rechts mit Routen A, B und C
Antwort: Vermutlich ist die schnellste Route in beiden Fällen B. Nur ist sie spätestens im zweiten Fall definitiv nicht regelkonform. Der Durchgang auf der Karte ist nicht grundsätzlich obligatorisch in Kombination mit der Signatur 13.3 auf der Postenbeschreibung allerdings schon. Sie ist dort gleich zwei Mal aufgeführt, d.h. beide Passagen müssen durchlaufen werden. Nicht gewusst? Nicht schlimm! Auch Cracks wie Olav Lundanes oder Eva Jurenikova wissen sowas nicht (genau).

Fehler
Im konkreten Fall haben sowohl die Veranstalter, wie die erwähnten LäuferInnen Fehler gemacht. Der Veranstalter auf der einen Seite den Wettkampf nicht zu einem Regelquiz verkommen lassen, auf der anderen Seite muss er trotzdem auftretende Regelverstösse konsequent ahnden. Beides hat er unterlassen. Einzig der Schweizer Jonas Mathys wurde für diesen Verstoss disqualifiziert. Auf der Seite der Athleten ist es aber immer in der Verantwortung desselben, nicht gegen Regeln zu verstossen.