Donnerstag, 26. Mai 2011

Testlauf I Elite: Fabian Hertner vs. Martin Hubmann

Ein Vergleich der Routen von Fabian Hertner (1.) und Martin Hubmann (6.) am ersten Testlauf 2011 auf der Karte Schallenberg.


Abb.1. GPS Track von Martin Hubmann über dem von Fabian Hertner. Optisch erkennbare Unterschiede im Lauftempo sind markiert (Hubmann langsamer: rot, Hertner langsamer: violett). Die Zeitverluste relativ zu Hertner sind aus der Sicht von Hubmann dargestellt.

I started pretty save and could stay concentrated all the race. I had only some small problems into control #6 and #7, and towards #18 i was climbing a little bit to much.
Fabian Hertner

Ich blieb praktisch fehlerlos. Die einzige Unsicherheit hatte ich zum 16. Posten als ich die Richtung verlor. Der grösste Zeitverlust erfolgte jedoch zum "Bergpreis-Posten" 14, wo ich vor allem läuferisch fast 50 Sekunden einbüsste.
Martin Hubmann

Montag, 23. Mai 2011

Mark Fabiani bloggt um alle zu diskreditieren.


Nachtrag 8.Juni 2011:
Das Blog war keinen Monat in Betrieb, ist seit Dienstagfrüh wieder abgeschaltet. Armstrong hatte auf das Blog hingewiesen. Wer nach den Betreibern der Seite schaut, findet im Gegensatz zu Armstrongs übrigen Webseiten aber nur eine anonyme Firma. Zumindest der gleichnamige Twitterkanal twitter.com/facts4lance macht zudem ganz und gar nicht den Eindruck, als werde er von Lance Armstrong selbst oder seinen Anwälten betrieben. Eine PR-Nummer, die nach hinten losging? Früher wäre Armstrong so etwas nicht passiert.
(zdf.de)
Tyler Hamilton is a confessed liar in search of a book deal – and he managed to dupe 60 Minutes, the CBS Evening News, and new anchor Scott Pelley. Most people, though, will see this for exactly what it is: More washed-up cyclists talking trash for cash.

Mark Fabiani (Anwalt, Sprecher und PR Berater von Lance Armstrong)am 20.Mai 2011 auf der neu geschalteten Webseite Facts 4 Lance (Deren Inhalt die Diskreditierung von 60Min./CBS, Floyd Landis, Tyler Hamilton, Frankie Andreu und Jeff Novitzky ist)

Freitag, 20. Mai 2011

Armstrong zieht ein Schlussstrich

20+ year career. 500 drug controls worldwide, in and out of competition. Never a failed test. I rest my case.

Lance Armstrong zwitschert nach den Dopinganschuldigungen von Tyler Hamilton einem weitereren ehemaligen Teamkollegen bei US Postal.

Sonntag, 15. Mai 2011

O-Training: Lokale Algorithmen


Nachtrag 15.Mai 2011:
Through the forest intervals. 6x4min. I got faster and faster throughout the intervals. Interesting. It shows that knowing well the terrain and feeling comfortable with it is really important. It is quite amazing, but I was 40 seconds faster on my last interval compared to the first!!!
Marc Lauenstein rennt 6 x diesselbe Querrunde und drückt dabei die Rundenzeit von 4:26 auf 3:32. Attackpoint vom 10.Mai 2011. Es ist eine gängige Praxis bei Kletterern zur Optimierung der Abläufe eine Route mehrmals zu klettern. Das macht sie schliesslich zu besserern Kletterern an unbekannten Wänden.



Abb.1. O-Training Lokale Algorithmen (Hintergrundkarte Tverrfjellet)

Ich studiere an einer Trainingsform herum die in etwas wie Abb.1. aussieht. Die Postenstandorte ist relativ einfach, so dass beim ersten anlaufen kein grosser Nachteil besteht. Die Bahn soll mit einem konstanten Tempo gelaufen werden. Verschiedene Aufgabestellungen sind möglich.

1) Es muss jedes Mal eine (zumindest in grossen Teilen) andere Route gelaufen werden. Dabei können die Routen nach verschiedenen Gesichtspunkten unterschieden werden (z.B. Gelände, Orientierungstechnik)
2) Es darf mehrmals diesselbe Route gelaufen werden. (Mikroroutenwahl)
3) Die ersten zwei Mal müssen unterschiedliche Routen gelaufen werden, beim dritten Mal die schnellste. (Natürlich ohne die Zwischenzeiten der ersten zwei Runde zu kennen)

Je nach Aufgabestellung liegt der Fokus etwas anders. Gemeinsames Ziel der Übung ist aber, für einmal eine subjektive Grundlage zu haben, verschiedene Varianten gegeneinander abzuwägen und diese dann an objektiven Tatsachen (Abschnittszeiten, GPS) zu messen und schliesslich die richtigen Schlüsse zu ziehen. Nebeneffekt soll das Einüben flüssiger Abläufe sein. (Analog zu Klettern oder Ski alpin)

Jansson: Hirn und Rückenmark

Eine schöne Beschreibung des Lernprozesses im OL.

Att lära sig en ny terräng är som att lära sig ett nytt språk. Du har nytta av de språk du kan innan, ju fler språk du kan desto lättare att lära sig ett till. Det krävs vilja, koncentration, repetition. Du måste öva, bygga på de fraser du redan kan. Strävan är att det ska sätta sig i ryggmärgen, att inte behöva tänka innan du talar, att språket flödar. Så är det med orientering. När jag kan en terräng fattas besluten på intuition, jag behöver inte fundera mer än en millisekund på hur varje sträcka ska löpas. Just nu måste jag använda varenda del av min hjärnbark för att springa här. Tankarna rasslar genom huvudet, koncentrationen är stor så stor. Att träna här igen och igen är att plocka ner saker från barken in i märgen, ryggmärgen. Där ska det sitta i augusti då VM ska springas.

Helena Jansson 10.Mai 2011 auf helenajansson.com

Freitag, 6. Mai 2011

Since 1955


6.5.2011: Zitat & Kartenbeispiel hinzugefügt

Abb.1. Ausschnitt aus OL 2.1956: Vor 56 Jahren ist mein Vater über einen Bruder Georg zum OL gekommen.

Dazu schrieb mir mein Onkel Georg 1999:
In den Jahren 1955-1959 sind wir jeweils zu viert als Mannschaft gestartet. Die Karten waren schwarz-weiss (s.Abb.2), Massstab 1:25'000. Oft war es schwierig, die Wege von den Höhekurven zu unterscheiden. Die Posten mussten oft durch Auswertung der Koordinaten bestimmt werden. Siehe auch die Aufgabenstellungen zu Posten 5 + 7 (s.Abb.3)! Der OL hat sich seither gewaltig verändert.


Abb.2. Bahn A, Berner Mannschafts OL 1955, Hubenwald bei Wichtrach


Abb.3. Beiblatt zu Bahn A am Berner Mannschafts OL 1955

Donnerstag, 5. Mai 2011

AMRD: Kartentechnik im Sprint - ein Testlauf mit Angela Wild


Ergänzt 5.5.11
Im März habe ich für eine kleine Testserie zum Automatischen Erkennung von Kartenkontakten (AMRD) neun OL-Läufer verschiedener Erfahrungsstufen zu einem Sprint nach Glarus geladen (Einzelstart, Mit Nachtlampe, Posten 5cm Reflektorstreifen) u.a. die Schweizer B-Kader Athletin Angela Wild.


Abb.1. Kartenkontakte A.Wild, Testlauf AMRD (10.März, Nacht-Sprint, 2.7km, 16:48)

Angela läuft den Testlauf am schnellsten, gut 70 Sekunden schneller als der zweitbeste. Ihr Kartenlesebild hat ein paar aufschlussreiche Charakteristiken:
  1. Ihre gesamte Kartelesezeit ist nicht die kürzeste. Sie liest mit 11:18 gut 2/3 des Laufes Karte.
  2. Sie liest kürzer und dafür öfter als alle andern. 135 Kartenkontakte im Vergleich zu 88 zum Läufer der am zweihäufigsten liest.
  3. Ihre Kartenkontakte sind in der Regel kurz und sie unterbricht sie rechtzeitig um den Bodenkontakt nicht zu verlieren (12-13)
  4. Ihre Kartenkontakte beim Weglaufen sind kurz. d.h. sie hat den nächsten Posten vorbereitet (z.B. 15)
  5. Ihr Lauftempo beim Lesen ist höher als beim reinen Rennen (4:10/km vs. 4:26/km). Dies ist ein Hinweis auf ein gutes Timing. Sie nutzt läuferisch störungsfreie Passagen zum Lesen und durch ständiges Vorauslesen muss sie beim Karte lesen auch nie bremsen (Phänomen tritt gerne am Start oder nach Posten auf, wenn die Orientierung zum nächsten Posten noch nicht hergestellt ist) .
Zusammen ergibt das ein Bild eines sehr flüssigen Kartentimings geprägt von vielen relativ kurzen und gut verteilten Kartenkontakten. Abb.2. Detailvergleich Kartenlesen A.Wild (links), L1 (mitte), L2 (rechts)
Zur Veranschaulichung noch zwei weitere Testläufer zum Vergleich. Der L1 liest häufig auf den Posten hin nicht mehr Karte, dafür liesst er lange nach dem Posten. Er liest insgesamt am wenigsten Karte 10:00 von 17:57 (55%). Sein Lauftempo beim Kartenlesen ist tiefer als sein reines Lauftempo. Es scheint, er kommt immer wieder unter Lesedruck (vom Posten weg) und empfindet das Kartelesen darum als bremsend, liest darum immer nur soviel als nötig und kommt immer wieder unter Lesezwang. Das nicht-lesen im Anlauf auf die Posten interpretiere ich als 'Jetzt kann ich endlich mal Gas geben'.
L2 hat zwar Posten 15 schon vorbereitet und läuft darum ohne lesen vom Posten weg, die einfache Laufstrecke verleitet sie dann aber zu einem verheerenden Vorrauslesen. Sie überliest, kommt zu spät zurück und missinterpretiert die Situation (18:12, 11:20(62%)).

Mittwoch, 4. Mai 2011

Armstrong lässt ausrichten

„Wir haben nicht die Absicht, noch mehr Zeit und Geld für Landis zu verschwenden. Er ist eine derart diskreditierte Person, dass es unmöglich wäre, ihn noch weiter zu diskreditieren“
Mark Fabiani, Pressesprecher von Lance Armstrong zum Thema, wieso Armstrong Landis entgegen seiner Ankündigung nicht wegen übler Nachrede anzeigt. Quelle: Frankfurter Rundschau vom 4.Mai 2011

Montag, 2. Mai 2011

Combacks an der 10Mila 1995-2011 (ohne 2002)




Abb.1.: Maximaler Rückstand des Siegers am Tiomila 1995-2011 (ohne 2002) nach der jeweiligen Strecke (Quelle: 10mila.se; HSK = Halden SK, Baek = Baekkelagets SK)

In den untersuchten 16 Austragungen der schwedischen 10-er-OL-Staffel 10mila kam es zu drei 'Comebacks' von mehr als 15 Minuten durch die spätere Sieger-Staffel: 1999: Halden SK, 2000: Halden SK, 2001: Baekkelagets SK

In der Regel aber liegt das spätere Sieger-Team nie mehr als 5 Minuten zurück.

Zu Oysteins Kristiansens Rush auf der Langen Nacht 2000 ein Artikel auf OPN.no