Samstag, 27. August 2011

O-Training: Lokale Algorithmen II - Test

Versuchsanlage
Ich teste die Trainingsform Lokale Algorithmen. Grundidee ist dabei, die verschiedenen Routen-Alternativen aus eigener Anschauung kennen zu lernen und so noch besser vergleichbar zu machen.
Dazu lege ich eine Schlaufe im Walcherwald (Glarus) mit Start und Zielpunkt am selben Ort. Die Postenstandorte sind einfach um den Vorteil beim wiederholten anlaufen zu minimieren.
Schliesslich die Durchführung. Ich laufe die Schlaufe 3x im konstant dosierten Tempo. Für die Posten 2-4 wähle eine der drei Routen Varianten Strich, links oder rechts bzw. beim zweiten und dritten Umgang ist die Auswahl zunehmend eingeschränkt bis ich jede Variante ein Mal gelaufen bin. Zwischen den Schlaufen gönne ich mir eine Minute Pause. Posten 1 und der Zieleinlauf dienen als Kalibrierstrecken.

Abb.1. Training Lokale Algorithmen Walcherwald M.Lerjen v.l.n.r. S1-S3

Resultate
Bem.: Da die Unterschiede zwischen den Routen z.T. sehr fein sind empfehle ich anstelle der GPS-Daten ein alternatives Zeitmesssystem einzusetzen (SI Posten oder Zwischenzeiten via GPS Uhr).

Po.S1S2S3
10.310.290.30
22.473.143.02
34.444.364.48
43.343.523.41
Z0.500.490.49

Posten 2: Die beste Variante ist hier 'Strich'. Sie spart 20Hm zur Variante rechts und verläuft weniger lang im zu steilen Hang als Variante links.

Posten 3: Hier ebenfalls die beste Variante 'Strich'. Auf allen drei Varianten kann ich die Steigung nicht mehr rennen. Auf der Variante rechts kommt noch eine Dickicht-Passage dazu, Variante links ist länger.

Posten 4: Hier gewinnt die Variante links mit minimiertem Querlaufen und besserer Belaufbarkeit im ersten Viertel des Postens.

Das Fazit im Hinblick auf 'lokale Algorithmen' ist natürlich läuferabhängig. In meinem Fall heisst es: kurzfristig: Steigung meiden, Hänge meiden, querlaufen meiden und mittelfristig: Kraft trainieren. :-P

Freitag, 26. August 2011

Weiter von der Vegetationskarte zu Vaters Ferienhäuschen?


Nachtrag 26.8.11: Siehe Kommentare und vierte Grafik angepasst

War es eigentlich nie ein Thema, dass St.Thierrys Eltern nur 1km Luftlinie vom Ziel, am Waldrand des Finals über die Mitteldistanz wohnen? Das Gebiet ist seit rund 4 Jahren gesperrt. Aber davor? Jedenfalls konnte ich bislang kein Statement dazu finden.


(bing.com)
(numberway.com)
(geoportail.fr)
(Bulletin 4)

Mittwoch, 24. August 2011

Unterschiedliche Zeitgewinne durch Zusammenlaufen Winsplits vs. Packfigures


Nachtrag 24.August 2011: Die Werte unterscheiden sich dahingehend, dass Winsplits den Zeitgewinn durch nachlaufen, Packfigures dagegen den Zeitgewinn durch Gruppenbildung berechnet. Führt ein Läufer eine Gruppe an, so wird ihm das bei Winsplits als Solo-Performance angerechnet. Packfigures dagegen macht keinen Unterschied bezüglich führen oder nachlaufen, sondern vergleicht die Leistungen allein und in Gruppen. Damit können auch Gruppengewinne von Pack-Leadern berechnet werden.
Ein kleiner Vergleich der Berechnung von Zeitgewinnen durch Gruppenbildung durch Winsplits Pro und Packfigures. Für die OL-WM über die Langdistanz der Männer berechnen die beiden Programme folgende Resultate.

NameWinsplitsPackfigures
GUEORGIOU Thierry-0.312.39
GONON Francois5.3114.10
FÖHR Tero6.307.18
DENT Julian5.5323.10
TSVETKOV Dmitry3.2514.09
KERSCHBAUMER Gernot0.21-5.03
HUBMANN Daniel-0.010.21
.........
Natürlich sind beide Werte hypothetischer Natur, aber die Differenzen sind schon eindrücklich. Ich vermute Winsplits macht keine saubere Unterscheidung zwischen der Leistung in der Gruppe und allein, so dass bei lang andauernden Gruppen wie Dent - Kratov oder Gueorgiou - Gonon die Gruppenleistung über den sog. Performance Index zu Leistung des einzelnen Läufer wird.

Packfigures rechnet dagegen eine Art alternativen Performance Index jedes Läufers in Gruppen und allein separat und vergleicht diese Werte. Ich gehe dem nach.

Nach den Schafen die Vegetation :-)

Zwar wussten wir aufgrund von Vegetationskarten und dem erwarteten Kilometerschnitt, dass es schneller als in den Trainingsgeländen werden würde.
Matthias Merz in seiner WM Analyse.

Montag, 22. August 2011

Neulich am Testlauf des Schweizer Nationalkaders in Arith...

oder, mit anderen Worten: Das fixe Postennetz am Montange de Bange ist aufgehoben. :-)

WOC 2011 - Langdistanz - Dead Running Version


Jarkko Ryyppö hat anhand der WM-Langdistanz Bahn der Herren aufgezeigt, wie diese aussähe, würde statt der angewendeten Snake das von ihm propagierte Dead Running eingesetzt.
Abb.1. Vergleich Snake (oben) und Dead Running (unten). Die kleine Schlaufe wird weggelassen, dafür werden zwei Versatzstrecken (unten links und rechts) eingeführt. (Die ganze Bahn mit Dead Running)

Freitag, 19. August 2011

WOC 2011 Langdistanz Final der Damen - Packfigures

Ich habe die Abschnittsdaten der Langdistanz der Damen mit meinem Werkzeug PackFigures™ 0.5 (mehr) analysiert.

-> Packfigures Longdistance Women WOC 2011 France

Ein paar Resultate:
-> Das Rennen der Frauen sieht quasi null Einfluss durch Gruppen: Wenig lange haltende Gruppen und kaum grosse Zeitvorteile. Vor allem die Top Ten ist nicht gestört (Bilstam - Claesson ist eine H-Gruppe).
-> Die Snake teilt bis auf eine einzige Gruppe alle zuvor gebildeten Gruppen auf.

WOC 2011 Langdistanz Final der Herren - Packfigures

Ich habe die Abschnittsdaten der Langdistanz der Männer mit meinem Werkzeug PackFigures™ 0.5 (mehr) analysiert.

-> Packfigures Longdistance Men WOC 2011 France

Ein paar Resultate:
-> Gonons Leistung bis zum 8.ten Posten, bevor er Gueorgiou einholt, hätte zu einem 15.ten Platz gereicht.
-> Aussergewöhnlich viele E-Packs (Zeitgewinn für beide Teile), darunter das für das Resultat entscheidenste Paar Gueorgiou-Gonon. Weitere: Ikonen - Lauenstein, Tsvetkov - Mamleev, Föhr - Lundanes ...
-> Dagegen eher wenig H-Packs (Zeitgewinn nur für den schwächeren Läufer): Beispiele: Hubmann - Sedivy, Kratov - Dent.
-> Was man sehr gut sieht ist, dass die Trennmethode (Snake mit stark unterschiedlicher Flügellänge (5 Min vs. 25 Min). Läufer die eine ungerade Zahl Startintervalle auseinander gestartet sind zuverlässig trennt, während sie für Läufer, die eine gerade Zahl Startintervalle auseinander gestartet sind nicht trennt. (Gueorgiou - Gonon, Kratov - Dent, Tsvetkov - Mamleev, Kerschbaumer - Sedivy, Lenkei - Bertuks, Hajek - Kowalski)
-> Alexey Bortnik war der einzig Läufer ohne Gegnerkontakt (beim Posten)
-> Tsvetkovs Gegnerkontakte mit Boström und Mamleev dauerten Gesamthaft 1h37
-> Einen maximalen Zeitgewinn erzielte Julian Dent mit gerechneten 23 Minuten.

Montag, 8. August 2011

Rerunning Thierry

(aus Twitpic)

Nach einem Fehler an einem Testlauf im Mai kehrte er immer wieder ins Wettkampfegelände zurück, absolvierte die Bahn soviele Male, bis er den Grund des Fehlers verifiziert und sichergestellt hatte, dass ihm ein ähnlicher Fehler bei den Weltmeisterschaften nicht passieren würde.
Lucie Babel über St.Thierry in Swiss Orienteering Magazine 8/11

Sonntag, 7. August 2011

Vorbereitung für WOC 2011

Since oktober 2010 I have had 76 technical trainings in WOC-relevant terrain in France, overall 81h30min spent in the French forests.
Carl Waaler Kaas