Mittwoch, 28. September 2011

Schmetterlinge in Jagdstartrennen

It’s long known fact butterflies does not work well for mass start/chase and are not fair either. It worked here a usual, some got free ride in nice group, some had to run on their own or with slower group – up to luck.
Jagge in einem Kommentar zum Jagdstart-Rennen am Weltcup in Liberec (CZE).

Bilder


Abb.1. 9:34:11  25 Läufer in 3m11s. 46 in 5m04s. 74 in 10m05s...


Abb.2. 9:37:21 Tropfenbildung


Abb.3. 9:52:31 Zwei Gejagte und 22 Jäger (& alle Schattenläufer)

Abb.4. 9:58:07 Phi nach starrem Muster (gerade Startnummern links und ungerade Startnummern rechts). Hubmann und Gueorgiou werden nicht aufgetrennt. Die Verfolgergruppe schon.

Abb.5. 10:01:38 Die Gruppe rechtsrum kommt zuerst auf den central leg. Der geführte Teil im phi der Gruppe linksrum ist damit grössser. Neugruppierungen.

Abb.6. 10:04:53 Sichtkontakt. Eine Abfolge von vielen kurzen Posten begünstig das Feld und benachteiligt die Ausreisser.

Abb.7. 10:10:42 Gruppe mit Merz (13.57), Lind (13.53) etc. hat durch zwei Schlenker zu 9 und 12 gut 30 Sekunden auf Anjala (13.28) und Haldin (13.27) verloren. Noch etwas mehr verlieren Gueorgiou (14.10) und Hubmann (14.15).

Abb.8. 10:20:54 In der nächsten Abfolge kurzer Posten gelingt es Lauenstein die Lücke zur Spitze für die Gruppe Haldin & Anjala zu schliessen. Kyburz als erster der anderen phi-Gruppe schafft den Anschluss nicht mehr.

Abb.9. 10:36:46 Kartenwechsel. Die Spitze hat sich etwas abgesetzt. Die Läufer erhalten Laufkarten für den zweiten Teil der Bahn nach der Reihenfolge ihres Eintreffens beim KW. Da es noch zwei Schmetterlinge gibt, werden 4 Varianten abgegeben. Lauenstein als erster und Gueorgiou als fünfter der Gruppe erhalten diesselbe Variante.

Abb.10. 10:41:13 Erster Schmetterling. Die Spitze wird aufgeteilt. Hubmann & Haldin auf den kleinen Flügel. Lauenstein, Anjala und Gueorgiou auf den grösseren. Der jeweils zweite Flügel wird umgeben vom Verfolgerfeld absolviert. Hubmann, der sich von Haldin absetzt, sucht einen Posten. Lauenstein (18.39), Anjala (18.37), Gueorgiou (18.36), Hubmann (19.57), Haldin (19.57). Hubmann kann die Lücke nicht mehr schliessen.

Abb.11. 11:05:57 Zweiter Schmetterling. Jetzt muss Anjala allein auf seinen Flügel. Anjala (5.59), Lauenstein (5.06), Gueorgiou (5.06), Hubmann (5.19).

Abb.12. 11:12:54 Schliesslich wird das Rennen im verlängerten Zieleinlauf entschieden.

Donnerstag, 22. September 2011

GPS & Privatsphäre

Dabei durften wir das neue GPS-Set vom Verband testen, was aus meiner Sicht eine tolle Anschaffung war. Bei sämtlichen Trainings wurden die Routen von allen Athleten aufgezeichnet und jeweils ins Ziel gesendet. So konnten wir gleich nach dem Training den ersten Routenvergleich starten, ohne zuerst alle Tracks mühsam sammeln und auf einem Computer aufbereiten zu müssen. Ein kleiner Haken an dieser Sache ist, dass die Privatsphäre während dem Training nicht mehr existiert und es für eine schlechte Trainingsleistung keine blöden Ausreden mehr gibt.

Daniel Hubmann 20.9.2011

->s.a.  o-zeugs Kein Privatleben
->s.a. WoO News: GPS Tracks: NOC Long Mistakes collected
->s.a. Kauppis instant classic

Dienstag, 20. September 2011

Wo ist das? - Schnelle Positionierung von Quickroute Karten

Gernot Kerschbaumer schreibt über das Gelände der östereichen Langdistanz Meisterschaft 2011

...nearly as difficult as at WOC in France this summer.

Cool! Wo ist das? - Bei einer Quickroute-Karte ist es bis zur Antwort 15 Sekunden.

-> Karte öffnen
-> Lokal speichern
-> In Quickroute öffnen
-> File>Export>.kmz
-> In Google Earth oder Google Maps öffnen

Mittwoch, 14. September 2011

WOC 2011- Gruppenbildung Mitteldistanz Herren

Abb.1. Ort des Zusammenschlusses von Gruppen (1 Kreis pro Zusammenschluss). WOC 2011, Middledistance Men. (Quelle) 31 Zusammenschlüsse im Postenraum. 9 ausserhalb.

Dienstag, 13. September 2011

Packfigures 'sort of' validation.

Ich nütze die Gelegenheit der WOC 2011 Langdistanz, welche - soweit die Geräte liefen und die Verbindung hielt - voll mit GPS abgedeckt wurde um die Resultate meiner Packfigures zu prüfen.

Methode
Dazu habe ich mit einem Zufallsgenerator je 5 Läufer und Läuferinnen ausgewählt und deren Gegnerkontakte auf gpsseuranta.net (Damen/Herren) verfolgt und beschrieben (=Text unter Rubrik GPS). Danach vergleiche ich diesen Text mit den jeweiligen Packfigures (Damen/Herren). Gewisse Details prüfe ich letztlich mittels den Zwischenzeiten auf Winsplits Pro.

Resultate
Emma Claesson
GPS:  Vor 3 von Helena  Jansson eingeholt. und kurz vor 4 abgehängt. Bei 5 von Amelie Chataing eingeholt. 6/7 mit CHA. Zu 8 von CHA abgehängt. 9/10 allein, dann Gerät nach 10 verloren.
Packfigures: [Im zweiten Teil diverse Kontakte mit CHA, Annika Bilstam und Eva Jurenikova]
Wertung : Claesson stempelt 6 16 Sekunden hinter CHA. Im zweiten Teil fällt der GPS Vergleich weg.

Celine Dodin
GPS:  Bei 1 Emma Klingenberg eingeholt bei 5 abgehängt. Zu 6 Allein. Dann GPS-Aussfall bis 11. Evtl. etwas mit Serralonga und Vercelotti. --Ausfall--. Nach 17 zusammen mit Martina Zverinkova zu 18. Danach selbstständig zu Ziel.
Packfigures: [9: CP Vercelotti, 10: CP Serralonga]
Wertung: Gut.

Esther Gil
GPS: Nach Posten 6 von Michela Guizzardi eingeholt und sie wieder abgehängt 50%. 9: 3/4  mit Carol Ross zusammen und evtl. von Hanna Wisniewska eingeholt (verschiedene Ausfälle). Sicher ab 13 mit  WIS zusammen. Ab 15 Bettina Aebi dazu. Bis ins Ziel.
Packfigures:
Wertung: Zu wenig genau geschaut. Aebi überholt Gil, wird wieder aufgeholt. Gil dagegen lässt am Schluss abreissen. PF bildet die Dynamik gut ab.

Dana Brozkova
GPS: Holt bei 2 Tone Wigemyr ein. WIG verliert zu 6 den Anschluss. Allein 7-19. Bei 19 Rantanen eingeholt. Mit ihr bis ins Ziel.
Packfigures:
WertungEin Bug von Packfigures: Rantanen und Brozkova stempeln 20 gleichzeitig.
 
Rachael Rotham
GPS: zu 2.evtl hinter Clarie Ward. 3-5 selbstständig. 6 zur Hälfte mit Karina Ferschalova. FER verliert danach ihr GPS. 9-Ziel allein.
Packfigures: [6/7 FER]

Wertung: Gut. Bei 8 trifft Rotham Lea Vercelotti (bei GPS übersehen).

Audun Weltzien
GPS: Kein Gegnerkontakt bis 7, auf dem Weg zu 8 Nikolov eingeholt, aber vor 8 abgebrochen und zur Sanität hoch. Abbruch des Laufes.
Packfigures: Aufgebende Läufer werden nicht dargestellt. Weltzien ist bei keinem klassierten Läufer als Packbuddy aufgeführt.

Ondrej Pijak
GPSAllein bis 19. Dann von Jonne Lehto eingeholt. Aber unabhängige Route zu 20. GPS unterbrochen. Evtl. Daniel Hajek/Wojciech Kowalski. Ab 22 sicher allein. Vor 23 HAJ eingeholt, bei 24 von KOW. Zu 25 fällt Hajek hinten raus. Zu 26 allein, aber kurz davor von Kiril Nikolow eingeholt. Zu 27 allein evtl. LEH eingeholt. 28 - Ziel allein.
Packfigures:

Wertung: Pjiak wird schon vor 19 von Letho überholt und stempelt 20 hinter LEH. Gut.

Markus Lang
GPS:  Bei 1 von Vyacheslav Mukhidinow eingeholt. Zusammen zu 2-7 bis vor 8. Dort verliert er MUK.  Bei 9 von Lauri Sild eingeholt bis kurz vor 10 mit Sild, dann Fehler, Trennung. Bei 10 von Olle Kärner eingeholt, abgehängt, bei 11 von Daniel Hubmann überholt. 12-18 allein. Bei 18 zusammentreffen mit HUB und Baptiste Rollier. Bei 19 HUB und Jan Sedivy eingeholt. Zu 20 mit HUB und SED bis diese das GPS verlieren. Danach 'allein'. Bei 29 von Sild überholt.
Packfigures:
Wertung: Packfigures sieht noch ein paar Sachen besser: Lang hat noch Kontakte mit Gernot Kerschbaumer bei 23, sowie Dimitry Tsvetkov und Michail Mamleev bei 28.

Jonne Letho
GPS: Lehto holt Donatas Stulgys bei 1 ein. Lässt ihn gleich vor 2 stehen. 3 - 5 allein. Bei 6 von Dent eingeholt. 7 mit Dent. 8 zur hälfte mit Dent im Rücken. Bei 8 wieder an STU dran. Zu neun mit Zsolt Lenkei und STU. 10 -11 mit LEN. Bei 11 Edgars Bertuks aufgeholt. 12-18 mit LEN und BER.  Dann allein 19.Zu 20 evtl. mit Daniel Hajek dann kein GPS bis vor 23. Mit Wojciech Kowalski zu 23. Dann allein bis ins Ziel.
Packfigures:
Wertung: Im GPS Loch 20: HAJ, 22,23: KOW. Gut.

Baptiste Rollier
GPS: Ab 4 mit Carl Waaler Kaas bis kurz vor 8. Bei 9 wieder zusammen. 10-17 allein. bei 18 Markus Lang eingeholt bei 19 Lauri Sild überholt.  Bei 22 KAA wieder eingeholt. Zusammen mit KAA Richtung 22 bis GPS verloren.
Packfigures:
Wertung: Gut.


Diskussion
Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass Gruppen, die über mehrere Posten anhalten, bis auf eine Ausnahme (aka bug) zuverlässig erkannt wurden (Brozkova-Rantanen). Bei diesen Gruppen handelte es sich in aller Regel um echte Gruppen, d.h. die Läufer laufen den grössten Teil der einer Route in gegenseitigem Kontakt.

Detailerkenntnisse:
-> Über zwei und mehr Posten anhaltende Gruppen sind echte Gruppen.
-> Controlpacks bilden sich in grossmehrheitlich direkt bei dem entsprechenden Posten.
-> Es gibt kaum Gruppen, die zwischenzeitlich mehr als 15 Sekunden auseinander liegen.

-> Die Klassierung der Abschnitte durch Packfigures in den Kategorien Solo und Legpack sehr zuverlässig. Der Verzicht auf die Verwendung von als Controlpack klassierten Abschnitten kommt tendentiell den eingeholten zu gute und dem einholenden zum Nachteil: Dem eingeholten wird ein fehlerhafter Posten nicht zur Solo Performance zugerechnet, dem einholenden fehlt damit ein guter Posten.

Damit kann festgestellt werden, dass das grundlegende Modell, eine verlässliche Abbildung der Gruppendynamik im Wald darstellt. :-)

Montag, 12. September 2011

Beweglichkeit der Hüfte

Föreläste om rörlighetsträningen betydelse under lägret och varje deltagare fick hemuppgifter fram till det vi åkte tillbaka på VM.
Alla hade genomfört dessa övningar till punkt och pricka och deras rörlighet runt höft och bäcken var avsevärt förbättrad, och upplevde en bättre återhämtning efter sina löppass.
Lars Åke "Lalla" Dickfors (temporärer) Physio des tschechischen Nationalteams

-> Geht wohl in diese Richtung (inkl. Voodoo bei 5:56; ->Somax ist ein Rip off; 350$ per hour, minimum 30 hours ) ->Bullshit
-> Vielleicht verrät mir Lalla etwas mehr zu seinen Übungen -> Siehe Kommentare
-> Siehe Bilder von PF Sprint 2010 z.B. Tervo, Dodin oder Mathys.

Montag, 5. September 2011

AMRD: Beispiel Vorauswertung zum Schwerpunkt Timing (B.Rollier, Prepoulain)

Baptiste Rollier hat  im Vorfeld der diesjährigen WM  zielgerichtet mit AMRD (Automatische Erkennung von Kartenkontakten mehr) gearbeitet. Hier zeige ich ein Beispiel einer Auswertung mit dem Schwerpunkt Timing eines seiner Trainings im WM-Trainingslager  [Langdistanz, Prepoulain, Arith].
Dargestellt ist das Resultat der von mir vorgenommenen Vorauswertung, welche die Grundlage der eigentlichen Auswertung (Diskussion/Schlüsse) darstellt. Das Beispiel soll zeigen, wie mittels AMRD Anti-Flow, Quellen von Zeitverlusten und fehleranfällige Situationen einfach erkannt und reflektiert werden können.

Worauf achte ich dabei? - Ein flüssiges Lesen charakterisiert sich durch ein Fehlen erzwungener Kartenkontakte. Erzwungene KK lassen sich durch a) Ort b) Dauer und/oder c) Tempoverlust identifizieren. Erzwungene KK kommen im besseren Fall dann, wenn sie kommen müssen. Im schlechteren Fall werden sie selbst dann nicht ausgeführt :-P. Dem entsprechend suche ich neben erzwungenen Kartenkontakten auch nach unterlassenen (=auslösenden) Kartenkontakten.

Wie lese ich die Beispiele? - Die Dauer des einzelnen Kartenkontaktes ist auf der Karte farblich dargestellt. Auf der Karte unten ist die entsprechende Legende zu sehen. Das Spektrum reicht von kurzen Kartenkontakten (grün um 2 Sekunden) zu langen Kartenkontakten (rot, 10 Sekunden und mehr).  In Kombination mit dem GPS wird nicht nur Ort, sondern auch die räumliche Ausdehnung eines Kartenkontaktes dargestellt. So können z.B. lange Kartenkontakte mit und ohne bis zum Stillstand reichende Temporeduktion leicht identifiziert werden. (Siehe Posten 8)


Zuerst zur Übersicht das ganze Training.
Ein über weite Strecken souveränes Muster.

Und jetzt die m.E. intressanten Punkte (rote Kreise, nummeriert in Laufrichtung).
[Etwas spät dran?]

[Pkt.1 & 2:  Vorrausslesen von Posten 6. Dadurch Pkt.3 & 4 spät dran.]

[Zwei längere Stops am Attackpoint.]

[2,4,7 und 9 evtl. erzwungen. Passage Waldrand vor 11 bis 12 scheint nicht gut vorbereitet. Der Ort der Vorbereitung Route 13 nicht unbedingt ideal (zwischen 11 und 12). Wurzel des Fehlers evtl. in Region Pkt.1, wo Zeit für eine gute Vorbereitung vorhanden gewesen wäre.]

[2-4 evtl. erzwungen.]

Die WOC 2011 -Snake


-> ergänzt 18.08.11 11h30: zweiter Nachtrag zu Gonon
-> Ergänzung 05.09.11 22h30: Eine Folge des asymetrischen Snake Loops ist, dass die Hälfte des Herrenfeldes den kleinen Loop mindestens 30 Min. später im Rennen absolviert. Folgen sind eine erhöhte Fehlerwahrscheinlichkeit (87% zu 66%) und eine leicht erhöhte mittlere Fehlerdauer (70s zu 56s)

An der WM in Frankreich warteten die Bahnleger Patrice Bornard
und Eric Perrin bei den Damen wie bei den Herren mit einer ansprechenden Form eines stark asymetrischen Snake-Loops auf.

Abb.1. Snake, Bahn Langdistanz der Damen.

Mit dieser Auslegung der Snake lag der Schwerpunkt auf der Trennmethode (im Gegensatz zum Postenpflücken vom letzten Jahr). Weitere Details: 3 Minuten Startintervall. Beginn der Snake nach 0h40 bei den Frauen (50% der Laufzeit) und nach 1h10 bei den Männern (66% der Laufzeit). Dauer kleine Schlaufe 5 Minuten. Dauer grosse Schlaufe 23 bzw. 28 Minuten.

Analyse
Trennverhalten
(Nach Live Tracking /farbliche Hervorhebung nach Trennerfolg)
  1. Hajek, Forne, Kowalski: Hajek und Kowalski haben die kleine Schlaufe zuerst. FOR wird getrennt. HAJ und KOW sind nach der kleinen, wie nach der Grossen zusammen.
  2. Bertuks, Letho, Lenkei: LEN und BER auf die kleine Schlaufe. Danach noch zusammen. Auf der grossen Schlaufe getrennt.
  3. Dent, Kratov: DEN und KRA auf der kleinen Schlaufe. Danach noch zusammen, auch nach der grossen Schlaufe.
  4. Krepsta und Mukhidinov: verschiedene Schlaufen
  5. Hubmann und Sedivy: Verschiedene Schlaufen.
  6. Andersson, Tsvetkov, Boström: AND und BOS kleine Schlaufe. Danach noch zusammen und Novikov dazu. Auf der grossen Schlaufe getrennt.
  7. Ikonen, Lauenstein: Verschiedene Schlaufen.
  8. Gueorgiou, Gonon: Beide kurze Schlaufe. Nicht getrennt, auch nach der grossen Schlaufe.
  1. Bei den Frauen wurden bis auf eine Gruppe von sechs alle Gruppen durch 'unterschiedliche Schlaufe' getrennt. Einzig die Gruppe Bagstevold, Ingham, Shandurkova nicht.

Fairness
Alle Läufer laufen diesselben Posten aus derselben Richtung an. Ein Teil nach 1h10 Laufzeit, die andere Hälfte nach 1h35 (z.B. Lundanes im Delirium).

Zuschauerfreundlichkeit
Bis zur Auflösung der Methode ist der Rennverlauf nicht transparent. Hier ist die Dauer der Methode wohl ein Nachteil.

Diskussion
Es zeigt sich, dass Gruppen, deren Läufer auf unterschiedliche Schlaufen zuerst gehen, dauerhaft getrennt werden. Dies insbesondere darum, weil in dieser Methode eine Gruppe zuerst durch einen Zeitversatz aufgetrennt wird und Zeit bis zur Auflösung dieses Versatzes verhältnismässig lange angesetzt ist (s.a. Forked Looping WOC 07). Das führt zu einem für Trennmethoden sehr hohen Anteil 'abgetrennter' Läufer.

Dagegen trennt die Methode Läufer, deren Startzeiten um zwei Startintervalle getrennt sind, gleich wie die herkömmlichen Schmetterlingstypen, nicht effizient.
Auf einer gemeinsamen kleinen Schlaufen wird keine Gruppe aufgetrennt und es besteht die Chance, dass diese Gruppen auch weiterhin Bestand haben (bei den Männern 3 von 5 / 60% am Ende der grossen Schlaufe).

Die Wirksamkeit der Methode unterscheidet sich vom Rennen der Frauen zum Rennen der Männer, dass sich im Frauen-Rennen nach rund 40 Minuten noch kaum Gruppen mit +/- zwei Startintervallen gebildet haben, hingegen bei den Männern nach 66 Minuten deren fünf. 6 Minuten Zeitverlust zum Beginn der Methode entsprechen bei den Frauen einer Leistungsdifferenz von 14% bei den Männern dagegen nur 9%.

Um die Wirksamkeit der Methode noch weiter zu steigern, müsste man sie bei den Männern, wenn möglich etwas früher ansetzen.

Bleibt die Schwäche der Unwirksamkeit bei +/- 2 Startintervallen. Im aktuellen Fall siegte Gueorgiou und Gonon reichten 6 Minuten Rückstand zu Bronze. Hier würde wohl nur eine Abkehr von der starren Verteilung der Schlaufen weiter bringen.

Denkbar wäre eine situative Zuteilung, im aktuellen Beispiel durch eine Anzeige beim Überlauf. Wenn man so von identifizierten Gruppen immer nur den letztgestarteten direkt weiterlaufen lässt, während der Rest der Gruppe die kleine Schlaufe zuerst absolviert, wäre man die immer wieder auftretenden unbefriedigenden Konstellationen mit gruppen-beeinflussten Spitzenplätzen los (z.B. jeweils Langdistanz der Männer WOC 1999, WOC 2003, WOC 2005, WOC 2009). Im gleichen Zug würde man die aufgeführten Bemerkungen punkto Fairness und Zuschauerfreundlichkeit der Methode im Hinblick auf die Spitze beheben.


Bem.:
1)Man darf Gonon verschiedenes zu gute halten (anders als siehe hier dargestellt): Er hat seinen Vorlauf gewonnen, er einen zwischenzeitlichen Rückstand von 1.23 auf Gueorgiou mit vier Bestzeiten in Folge wettgemacht. Er hat immer wieder Führungsarbeit geleistet und hat auch verschiendtlich eine eigenständige Mesoroutenwahl getroffen.
2) Es entspricht einer gewissen Ironie, dass die Konstellation Gonon-Gueorgiou aufgrund einer Regelung beim erstellen der Startliste erst entstanden ist. Nach dieser Regelung werden Läufer gleicher Nationen die unmittelbar hintereinander starten würden (z.B. die Vorlaufsieger Gueorgiou, Adamski und Gonon) durch jeweils einen Läufer einer anderen Nation getrennt. Die Kombination mit einem Schmetterlingstyp führt das direkt zu ungetrennten Gruppen gleicher Nation. Think about it!


Donnerstag, 1. September 2011

O-Mental: Homöostase

Zwei Zitate von zwei WM Teilnehmern (und meine Arbeit fürs Nationalkader) erinnern mich an den Begriff der Homöostase (Selbstregulation), die ich vor langer Zeit im Biologiestudium kennen gelernt habe. Dabei geht es um die Fähigkeit u.a. von Zellen, entsprechend dem inneren Bedarf und dem äusseren Millieu Kanäle zu öffnen oder eben zu schliessen.

I think everyone assumed I'd be nervous for my first WOC race, and pretty much everyone I saw yesterday and this morning tried to offer me advice. I figured it was easiest to just ignore them all and do my own thing - I know how to play this game; other people may be better at it, but I know what to do.
Alex Jospe [okansas got it first]

Now there has been time for thinking it all over. Main conclusion could sound like this: there might be some fundamental things missing in very base level of my O skills and it’s impossible to build stable technical performance on that kind of foundation. Cause it’s about stability and nothing else. Ironically, it has taken almost 6 years to become aware of things I knew from before. And being aware is what makes difference. I believe that good orienteering coach is one of “missing pieces” and I have started to put my puzzle together by getting one, cause I don’t have another 6 years to spent on trials.
Edgars Bertuks