Freitag, 30. November 2012

2440- ... - 6 - 5 - 4 - 3 - 2

Das Palmqvist-Projekt ist mit dem heutigen Tag abgeschlossen 2438 Karten sind jetzt lokalisiert und damit nutzbar in die omaps.worldofo.com Datenbank integriert. Herzlichen Dank für die Mithilfe!
6 5 4 3 2 Karten wurden bislang nicht lokalisiert, weil es dazu wohl lokale Kentnisse braucht. Eine davon ist im Orginal nicht mehr vorhanden (Enebyberg, 1975), also  5 4 3 2 1.
 Lokalisieren von OL Karten ist ein detektivisch reizender Zeitvertreib. Dabei übe ich, schnelle definitive richtige Entscheide zu treffen. Als nächstes sind darum die 942 Karten von Palmqvists norwegischem Pendant Trond Rønneberg dran :-P

Freitag, 23. November 2012

EOC 2012 - Staffel II (Nachtrag)

Langdistanzweltmeister Olav Lundanes nennt die EOC Staffel 2012 "worst course I ran in 2012".

At EOC relay they managed to both find bad terrain and set a very bad course.
Until the end, the course was OK, but the fourth and third last controls are just disasters. When I was young I read the Norwegian book about course setting, and one thing that I will always remember is that the most important thing is to avoid injustice, in Norwegian called “Slump”. Around the spectator control (fourth last) the map does not show the truth about what the area around the ski-jumping hill really looks like, and this had a big influence on the 2nd leg of the relay. The control should never have been placed in this area!
The fence down to the third last control has already been discussed a lot, but I can not understand how it is possible to make a leg like that. It is just guessing how long time it takes to cross the impassable fence. But it is maybe a part of the modern orienteering…..
Olav Lundanes im Interview mit worldofo.com Er ergänzt die Liste mit dem norwegischen Teil der NORT und dem Weltcup in Appenzell.

Dienstag, 20. November 2012

Bern by Night goes Tiomila with Forked Looping

Die regelmässig superfeine und hochkarätig besetzte Nacht-OL-Serie Bern by Night lebt seit Jahren die Paradoxie des Massenstartes im OL. Die TeilnehmerInnen sollen gleichzeitig starten und doch selbstständig orientieren. Im Sinne eines Versuches haben wir  dabei einen Looping mit gegabelter Basis (Typ WOC 2007) als Trennmethode geplant.
Dabei wird in der anfänglichen Trennmethode das Feld in vier Teilfelder aufgetrennt, die über die lange Schlaufe zeitversetzt gegeneinander antreten müssen, bevor es nach der Auflösung zum Schluss in ein Kopf an Kopf Rennen mündet. Der Versatz soll dabei so gross sein, dass die verschiedenen Felder nicht zu stark von einander profitieren können. Damit der Versatz gleichmässig ausfällt, muss "A minus a" die Hälfte oder das Doppelte von "B minus b" betragen.



Abb.2. Bern by Night. 16.Nov.2012 Uetligenwald-Wohlen. Lange Bahn.


Die Bahnanlage (Abb.2) ergibt für den ersten Teil die vier Varianten
ab ca.500m Florian Howald 3.09
Ab ca.1000m  Anders Holmberg 6.07
aB ca. 1500m Alain Denzler 8.55
AB ca. 2000m Beat Roth 12.46
und damit eine Staffelung der Felder von ca.3 Minuten.

Mehr Läufer sind zu einer aktiven Rolle gezwungen und durch zurückfallende Läufer herrscht für die Dauer des Loopings das für die grossen Nacht-Staffeln charakteristische Leistungsgemisch (siehe Titel & Abb.3). Auch für verhältnismässig schwächere Läufer hat das ganze seinen Reiz, fällt man nicht einfach von der Stange, sondern kann man im nächsten Feld den Schwung für ein Comeback holen.


Abb.3. Echtzeitdiagramm Bern by Night

Gibt es Ansichten der Teilnehmer?

Samstag, 17. November 2012

Professionelles Vorgehen mit Jussi Silvennoinen

Abb.1. Philippe Adamski, französicher OL-Läufer, hier im Interview nach der Qualifikation über die Langdistanz an der WM 2012 in Lausanne. (Bild: Jan Kocbach, worldofo.com)
Att låta en kartritare rita en karta och få möjlighet att träna på den och sedan även diskutera kartritningen är ett proffsigt upplägg.
Philippe Adamaski anlässlich eines öffentlichen Kaderlagers in Hallsberg 20./21.Oktober 2012

Ein Kartograf (Mittel, Staffel) und Bahnleger (Lang) der WM2013, Jussi Silvennoinen, hat dort die schwedische Spitze plus einzelne ausländische LäuferInnen in die Spezialitäten der finnischen Kartografie im allgemeinen, wie seiner Kartografie im speziellen eingeführt. Dazu hat zu handen des SOFT auch die Karte Skåleklint in seinem WM-Stil überarbeitet. Das Gelände soll dem WM Gelände ähnlich sein. Die Teilnehmer konnten darauf trainieren und es wurde eine Begehung mit Silvenoinen durchgeführt. Das Projekt wurde von den WM-TDs abgesegnet. Die Zulassung anderer Nationen war eine Massnahme, einer Diskussion zu entgehen... Siehe auch Skogsport 9/2012

Montag, 12. November 2012

Da wurde mir magenta vor den Augen

Abb.1. Kartenausschnitt Croeso 2012, Tag 4, Bahn M65L,M50S,M55S, M21V. (Quelle: Kartenarchiv Antti Lepola)

Diese Kombination der Darstellung von Bahn und Läuferlenkung hat am diesjährigen Croeso in Wales eine kleine Kontroverse ausgelöst (Link zum englischen Text). Insgesamt haben 10 Läufer der betroffenen Kategorien Posten 11 ausgelassen.

In einer Beschwerde wurde angeführt, dass die Darstellung der Bahn hier unklar sei. Die 11 auf dem Hintergrund  der unpasssierbaren Linie gleiche einem Durchgang. Dazu komme die starke Auflösung des Postenkreises... Organisator und Kontrolle gaben der Beschwerde recht, dagegen wurde ein Protest deponiert, welcher schliesslich von der Jury gutgeheissen wurde.

Wink mit der Kamera

Abb.1. Sarah Rollins im Zieleinlauf vom besagten WM Final Mitteldistanz Trondheim 2010 (Bild: Jan Kocbach, worldofo.com)
In the last 3 years I would suggest that something has changed. France were brave enough to do their own thing and stick to their plan to place WOC in some amazing technical terrain but my personal feeling is that Norway and Switzerland have both massively compromised the terrain for political and media reasons. In Norway  the long, middle and relay  all ran around terrain that finished at a ski jump. This massively compromised the terrain that could be used for each race and in particular, the middle race, which is supposed to be the most technical of all three disciplines, was seriously disappointing. I ran this race and I recall thinking - "Oh, look. There is number 1 - just across this open area where the cameraman is pointing his camera". Similarly number 2 ... and number 5 ... and so on.
Sarah Rollins, CompassSport V33 4/12 p.19



Abb.2 Auschnitt Karte WM Final Mitteldistanz Trondheim 2010 (Ganze Karte bei worldofo.com)

Mittwoch, 7. November 2012

Trittst im Sperrgebiet daher (Deutschlandcup 2011)


Nachtrag 12.11.2012: Die hier verwendete Darstellung entspricht jener im Routegadget. Sie ist insbesondere falsch, weil hier anstelle der Signatur fürs Sperrgebiet, diejenige von gefährlichem Gebiet verwendet wurde (unklar, ob gefährliches Gebiet Sperrgebiet ist??). Die Darstellung auf der Laufkarte sieht anders aus (vgl. Laufkarte von Steffen Hartmann). Dort wurde das richtige Flächensymbol verwendet und die Passagen zur besseren Lesbarkeit rot dargestellt. Damit erübrigt sich das "naja!" in der zweituntersten Zeile dieses Textes.
Abb.1. Verstösse bis zur ultima ratio: Sperrgebiet DM Lang und Deutschlandcup 2011 in Bad Harzburg.

In unserem nördlichen Nachbarland hat der OL einen schwereren Stand als bei uns, u.a. weil dort die rechtliche Stellung von privaten Waldbesitzern und Jagdrechtinhabern ungleich stärker ist.

 Dem entsprechend ist der Deutsche OL Verband gezwungen energischer gegen etwaige Verstösse gegen vereinbarte Sperrgebiete vorzugehen.
Das TK-OL hat beschlossen, die Regelverstöße vom Sonntag (über die bereits erfolgte Disqualifikation der entsprechenden Einzelläufer hinaus) gemäß A 3.6, Punkt 6 der Wettkampfbestimmungen zu ahnden. Die dem TK-OL durch den Ausrichter benannten Wettkämpfer, denen der Regelverstoß durch Kampfrichter nachgewiesen werden konnte, werden mit einer 6-monatigen Startsperre für Bundesveranstaltungen im Fuß-OL belegt.
Mitteillung der TK-OL vom 7.Oktober 2011

Dies nachdem es schon tags zuvor (DM Lang 2011) am gleichen Sperrgebiet zu wiederholten verstössen gekommen ist, hat der Veranstalter beschlossen, das Sperrgebiet mit Kampfrichtern zu bemannen. Trotz hinweisen auf allen Kanälen, trotz der kartografischen (naja!) sauberen Darstellung und trotz Bemannung verstiessen 4 Läufer und eine Läuferin gegen das Sperrgebiet...

Donnerstag, 1. November 2012

OL Nationalkader 2013 - Analyse

 Regeln
Ich schaue nochmal genauer auf die aktuellen Selektionen für das Nationalkader der Herren bzw. deren Selektionsgeschichte. Es finden sich folgende Grundmuster:
  1. Kein Athlet, der nicht direkt vom Juniorenkader ins Nationalkader selektioniert wurde, wurde nachträglich aufgenommen.
  2. Kein Athlet, der nicht direkt vom Juniorenkader  ins U-23 selektioniert wurde ist später ins A-Kader aufgestiegen. 
  3. Wer vom Juniorenkader ins B-Kader selektioniert wurde, blieb im besten Fall dort. 
  4. Die Athleten haben sich spätestens in ihrer 5.ten Elite Saison fürs A-Kader selektioniert (m.a.W. sind in der 6.ten ins A-Kader aufgestiegen).
  5. Die letzten 9 ins U-23 selektionierten Athleten, haben zuvor mindestens eine Medaille an der Junioren WM gewonnen.
Hypothesen
Selbstverständlich, diese Regeln sind nich fest, sondern sind momentaner Natur.

Haben diese Regeln aber nächstes Jahr Gültigkeit, so wird...
Florian Schneider
Florian Schneider  2014 ins U-23 selektioniert...
Martin Hubmann
... und Martin Hubmann wird 2013 ins WM-Team und 2014 ins A-Kader nachstossen. Natürlich werden da einige alles daran setzen die herrschenden Gesetzmässigkeiten zu überwinden.
Andreas Kyburz
 
Borner JoëlSven AschwandenRaffael HuberLukas Diener
Andreas Rüedlinger
Florian Howald - 01AC0157rSeverin Howald
Philipp Sauter
... wir dürfen gespannt sein.